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Städtisches Museum Göttingen: Nächster Bauabschnitt startet im Oktober

„Konstruktiver Rohbau“ hergestellt Städtisches Museum Göttingen: Nächster Bauabschnitt startet im Oktober

Die Arbeiten an der alten Remise, Teil des historischen Gebäudekomplexes am Ritterplan, in dem das Städtische Museum Göttingen untergebracht ist, schreiten voran.

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Sanierungsfall: Das Städtische Museum ist eines der größten Fachwerkensembles der Stadt.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Im nächsten Bauabschnitt sollen von Oktober an unter anderem die Innenausbauten vervollständigt, Sockel und Dach saniert sowie die Fenster erneuert werden.Seit 2008 wird der Museumskomplex von Grund auf saniert. Begonnen wurde mit der alten Posthalterei an der Jüdenstraße, an der bei Instandsetzung der Nordfassade gravierende Gebäudeschäden entdeckt worden waren. Mittlerweile ist in dem 2012 fertiggestellten Haus wie geplant die Museumsverwaltung untergebracht.

Im selben Jahr begannen die Arbeiten in der benachbarten Remise, der Verbindung zu dem am Ritterplan gelegenen Hardenberger Hof. „Es ging um die Herstellung des konstruktiven Rohbaus“, erklärt Stadtarchivar und Museumsleiter Ernst Böhme. „Die Arbeiten waren noch nicht auf eine spätere Nutzung ausgerichtet“, ergänzt Göttingens Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck. Denn noch sei über den künftigen Standort des Museums nicht entschieden (siehe Kasten).

Alle Sanierungsschritte wurden zu je zwei Dritteln mit Städtebauförderungsmitteln von Land und Bund sowie zu einem Drittel aus der Stadtkasse finanziert. Auch private Bauherren aus der „Innenstadt Nord“, sagt Schlapeit-Beck, hätten den Fördertopf genutzt. „Das macht sich im Quartier schon bemerkbar.“

So soll die Finanzierung auch fortgesetzt werden. Rund 900 000 Euro stehen für den nächsten Bauabschnitt zur Verfügung. Auf dem Programm stehe neben Sockel, Dach und Fenstern auch das Verputzen und Anstreichen der Fassade „in Absprache mit Denkmalpflege und Restauratoren“, betont Dinah Epperlein, Leiterin des Fachdienstes Hochbau, Klimaschutz und Energie der Göttinger Stadtverwaltung.Das Förderprogramm schließt 2016 ab. Durch eine bauvorbereitende Untersuchung sollen die Voraussetzungen für einer erneuten Antrag geschaffen werden. Denn an dem Gebäudekomplex stehen weitere Sanierungsmaßnahmen an, „wir benötigen noch rund zehn Millionen Euro für die Remise und den Hardenberger Hof“, sagt Schlapeit-Beck. Das schließe auch den barrierefreien Ausbau mit ein.

Die Dauerausstellung des Städtischen Museums ist derweil bereits seit Jahren geschlossen und ausgelagert. Nur die Kirchenkunst ist weiterhin geöffnet – und nach wie vor Magnet der Besucher. „Wir versuchen unser Publikum außerdem mit kleinen Präsentationen zu halten“, betont Böhme. So soll etwa am 27. September eine Ausstellung über Fibeln eröffnet werden.

Das städtische Museum Göttingen im Internet unter ► museum.goettingen.de

Sanierung der alten Remise, Teil des Gebäudekomplexes am Ritterplan, in dem das städtische Museum Göttingen untergebracht ist. ©Hinzmann

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