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Stammzellspende: Jura-Student als Lebensretter

24-Jähriger hilft Stammzellspende: Jura-Student als Lebensretter

Kai Arne Wendenburg freut sich über seinen „Lottogewinn“. Er kann Blutstammzellen für einen Patienten aus Deutschland spenden, der an Leukämie erkrankt ist.

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Bei der Blutstammzellspende: Kai Arne Wendenburg und Ärztin Beatrix Pollok-Kopp.

Quelle: UMG

Der Jura-Student im neunten Semester hatte sich bei der Typisierungs-Aktion „Studenten retten Leben“ im Dezember 2009 für die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG) registrieren lassen. Ergebnis: Wendenburg ist der passende Spender für einen Patienten, der auf eine lebensrettende Spende wartet.
Bei der Blutstammzellspende komme es vor allem auf bestimmte Gewebegruppen an, so Hans Neumeyer, ärztlicher Leiter der KMSG. Diese seien von Mensch zu Mensch so verschieden, dass es einem Lottogewinn gleiche, wenn ein „genetischer Zwilling“ für einen Patienten gefunden werde.

Unmittelbar vor der Spende hat sich der 24-jährige Student drei Tage lang jeweils morgens und abends ein Medikament per Spritze verabreicht. Das gespritzte Präparat regt eine sehr starke Neubildung von Blutstammzellen an. Dadurch werden genug Blutstammzellen in den Blutstrom ausgeschwemmt, so dass sie mit einer Maschine gesammelt werden können.
Er sei umfassend über den Ablauf der Spende aufgeklärt worden und nun froh, helfen zu können, so Wendenburg: „Ich hoffe, dass jeder, der in der Lage ist zu helfen, dasselbe auch für mich tun würde.“

Der Empfänger der Blutstammzellen wurde „konditioniert“: Sein gesamtes krankes Knochenmark wurde zerstört. Die gespendeten Blutstammzellen von Wendenburg sind zukünftig die Grundlage für die Bildung eines neuen, gesunden Knochenmarks des Empfängers. Dieses soll die Entstehung neuer Blutzellen übernehmen. Nach dem Eingriff werde sich zeigen, ob der Körper des Empfängers die neuen Blutstammzellen anerkenne oder nicht, so Neumeyer.

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