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Ruhe vor dem Sturm

Starke Schneefälle und heftige Böen angekündigt Ruhe vor dem Sturm

Für die Nacht zum Freitag hat der Deutsche Wetterdienst starke Niederschläge mit bis zu 30 Zentimetern Neuschnee und Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde für Göttingen vorausgesagt. Bei Gärtnereien, Gerüstbauern und Stadtverwaltung herrschte Donnerstagnachmittag Ruhe vor dem Sturm.

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Planen und Folien an Baugerüsten, wie hier am Alten Rathaus in Göttingen, können Sturm Angriffsfläche bieten.

Quelle: Meder

Göttingen. Drohen Schneelasten die Gewächshäuser in der Region zu beschädigen? Werden bei Sturmböen Gerüste umkippen und Baustellenabsperrungen davonfliegen? Und wie rüstet sich die Stadt Göttingen für das angekündigte Unwetter? Das wollte das Tageblatt am Donnerstag wissen.

Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung sagte mit Blick auf die Baustelle am Alten Rathaus: „Die Stadt sichert ihre Gebäude und Baustellen nach bestem Wissen.“ Darüber hinaus sei jeder private Gebäudeeigentümer verpflichtet, „dafür zu sorgen, dass von seinem Gebäude / Grundstück keine Gefahr für andere ausgeht“, so Johannson weiter.

Im Falle von Unwetterwarnungen schickt Uwe Eckstein seine Mitarbeiter nicht aufs Gerüst. Der Geschäftsführende Gesellschafter von Menke Gerüstbau in Göttingen sagte, das sei bei Sturm „viel zu gefährlich, selbst wenn sie sich angurten“. Besondere Sicherungsmaßnahmen vor einem Sturm seien an den etwa 100 Gerüsten, die seine Firma in der Region derzeit aufgestellt hat, zumeist nicht erforderlich. Vielmehr werde nach einem Sturm kontrolliert, ob sich gegebenenfalls Bohlen gelockert oder Planen gelöst haben, erklärte Eckstein. Am seit mehreren Jahren eingerüsteten Uhrenturm am Herzberger Schloss, habe sich vor einigen Jahren einmal eine Plane bei Sturm gelöst, erinnerte er sich. Ernsthaft Sorgen macht sich Eckstein erst bei Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern.

Ist Sturm angekündigt, lässt Maik Rugies, Polier und Schachtmeister der Baufirma RST aus Lenglern, die Bauzäune an den Baustellen auf Standsicherheit überprüfen. Sie würden „mit Schellen befestigt, damit sie nicht umkippen“, erklärte Rugies am Donnerstag. Werbeschilder an Bauzäunen würden notfalls entfernt, weil sie dem Wind Angriffsfläche bieten. Warnbaken bekämen einen zusätzlichen Fuß für eine bessere Stabilität, ergänzte der Polier. Darüberhinaus würden Baugruben provisorisch mit Holzbrettern abgedeckt, damit kein Schnee eindringe.

Keine großen Sorgen vor Schneelasten machten sich die Gärtnereien in der Region. Die Gewächshäuser der Gärtnerei Kuska in Göttingen stünden sei über 50 Jahren und seien nach Auskunft von Firmeninhaber Michael Kuska auch für gewisse Schneelasten ausgelegt. Außerdem seien die Gewächshäuser beheizt, sagte Kuska uns sah den angekündigten Schneefällen am Donnerstag gelassen entgegen. Ebenso ruhig reagierte Dietmar Denecke, Inhaber der gleichnamigen Gärtnerei in Northeim mit Blick auf die Unwetterwarnung vom Donnerstag. Es werde darauf geachtet, dass die beiden Foliengewächshäuser des Betriebes geschlossen bleiben, damit der Wind gar nicht erst hinein komme. Außerdem seien diese gewölbt, so dass Schnee besser abrutschen könne. Bei den Glasgewächshäusern, erklärte Denecke weiter, müsse „sehr viel Schnee“ notfalls von Hand entfernt werden.

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