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Startschuss für „Quartier am Leinebogen“

14 Millionen Euro für Geschäfts- und Wohnungsgebäude Startschuss für „Quartier am Leinebogen“

Zwei Gebäudekomplexe mit individueller Architektur, ein großzügiger Durchgang mit Platz-Charakter und ein Mix aus Geschäften, Büros und Wohnungen: Das sind die zentralen Merkmale für das neue „Quartier am Leinebogen“.

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Hell, offen, belebt: der Blick vom Stumpfebiel auf die geplanten Gebäude mit Durchgang zum Leinekanal.

Quelle: Computeranimation: Delta Bau

14 Millionen Euro will die Delta Bau AG für den Komplex auf dem ehemaligen Stadtbadareal in der Göttinger Innenstadt investieren. Im nächsten Frühjahr rollen die Bagger an, spätestens im Herbst 2012 soll das Quartier bezugsfertig sein. Gestern gaben Delta Bau-Vorstand Dirk Streicher und Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) den Startschuss – auch für die Vermarktung der Büros und Ladengeschäfte.

2002 wurde das alte Stadtbad abgerissen, seitdem klafft zwischen der Straße Stumpfebiel, dem Carré-Parkhaus und dem Leinekanal eine große Lücke. Aber schon seit 1995 werde darüber diskutiert, wie das Gelände nach dem Abriss genutzt werden kann, betonte Meyer. Schließlich habe die Stadt konkrete Vorgaben gemacht: Eine neue Bebauung und Nutzung sollte zur nördlichen Innenstadt passen und eine offene Verbindung von der Weender Straße über den Stumpfebiel zum Waageplatz schaffen. In einem Investoren-Wettbewerb habe sich schließlich Delta Bau mit dem „Quartier am Leinebogen“ durchgesetzt.

Besonders der „Mix aus wohnen, arbeiten und öffentlichem Leben“ habe das Projekt für sein Unternehmen „interessant gemacht“, sagte Streicher. Auch der besondere Charakter des Umfeldes mit Leinekanal, Mühle, Waageplatz und ehemaliger Staatsanwaltschaft habe gereizt. Wenn mitten in einer alten Stadt neu gebaut wird, „hat Architektur die Pflicht, den Ort zu interpretieren“, kommentierte Architekt Andreas Uffelmann seinen Entwurf. Das Gesamtensemble werde geprägt durch zwei Gebäude, die sich zum Waageplatz trapezförmig öffnen. Besonderes Merkmal des Nordgebäudes sei ein „überkragendes“ Obergeschoss. Das Süd-Gebäude steche durch scheinbar ineinander gesteckte Körper hervor. Moderne Strukturen und klassische Elemente wie die hellen Sandsteinmauern „bilden eine integrative Einheit“.

Im Erdgeschoss beider Gebäude werden 1500 Quadratmeter für Einzelhandel und Gastronomie geschaffen. Die Obergeschosse im Nordgebäude sind auf 2600 Quadratmeter für Büros und Praxen reserviert. Im Südgebäude entstehen 20 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Außerdem ist eine Tiefgarage mit etwa 70 Stellplätzen vorgesehen – mit Ein- und Ausfahrt am Stumpfebiel. Die Gewerbeflächen werden bereits vermarktet, die Wohnungen werden ab 2011 angeboten.
Delta Bau wird den offenen Durchgang und Platz anlegen, die Stadt dann eine neue Fußgängerbrücke zum Waageplatz bauen.

Sie soll eine neue Verbindungsachse zum Bahnhof erschließen. Die alte Mühle am Kanal soll gastronomisch genutzt werden. Sie ist separat ausgeschrieben und es gebe schon „gute Gespräche“ mit Interessenten, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Die Delta Bau AG aus Hannover ist nach Angaben Streichers aus einem Familienunternehmen und existiert seit 1973. Sie baut und vermarktet Wohn- und Gewerbeobjekte und hat auch mehrere Wohneinheiten in Geismar konzipiert.

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