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Stattliche Strecke aufs Grün gelegt

Fünf Jagdgenossenschaften im Westen Göttingens bei zweiter großer Bewegungsjagd erfolgreich Stattliche Strecke aufs Grün gelegt

"So viele wie seit Menschengedenken noch nie", sagt Jagdpächter Thilo Immel, seien in diesem Winter Wildschweine geschossen worden. Das heißt im Umkehrschluss: viel Schwarzwild, hohe Wildschäden für Landwirte. Dagegen helfen sollte am Sonnabend eine große gemeinsame Bewegungsjagd mit mehr als 80 Jägern.

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"So viele wie seit Menschengedenken noch nie", sagt Jagdpächter Thilo Immel, seien in diesem Winter Wildschweine geschossen worden. Das heißt im Umkehrschluss: viel Schwarzwild, hohe Wildschäden für Landwirte. Dagegen helfen sollte am Sonnabend eine große gemeinsame Bewegungsjagd mit mehr als 80 Jägern.

Quelle: Wenzel

Knutbühren. Die war von Erfolg gekrönt: Acht Wildschweine, 19 Rehe und einen Fuchs haben die Jäger aus fünf Revieren westlich Göttingens zur Strecke gebracht.

Autofahrer mussten dafür inkauf nehmen, für einige Stunden nicht von Knutbühren nach Elliehausen fahren zu dürfen. Denn die Stadt Göttingen hatte erstmals in dieser Jagdsaison wegen des dokumentierten hohen Wildschadens gleich zwei große Bewegungsjagden mit Straßensperrung genehmigt: eine im November, die zweite jetzt zwei Wochen vor Ende der Jadsaison. Helfer der Feuerwehren leiteten den Verkehr unterdessen um.

Warum die großflächige Sperrung - sogar das Betreten des Waldes war für drei Stunden untersagt - nötig ist, wissen vor allem Hundehalter unter den Jägern nur zu gut. Mehr als einer war unter ihnen, die schon einmal einen Jagdhund verloren haben, weil er beim Aufstöbern des Wildes, das sich nicht an Verkehrsregeln hält, auf die Straße und unter die Räder geraten war.

Diesmal waren es rund 30 Hunde, die in den fünf Revieren Hetjershausen, Knutbühren, Elliehausen, Esebeck und Barterode zusammen mit fast 40 Treibern das Wild aus ihren Deckungen trieb und somit den Jägern vor die Flinte. "Ohne Hunde geht das nicht. Das Wild bleibt einfach liegen, und wir sehen es nicht einmal", sagt einer der Jäger. Hundenasen aber kann kein Schwarzkittel täuschen. Dennoch gelang es am Sonnabend ganzen Rotten Wildschweinen, sich heimlich davon zu schleichen. Für acht Schwarzkittel war es aber die letzte Begegnung mit dem Waidmann.

Vor etwa 450 Gästen hat Gemeindebürgermeister Thomas Brandes am Sonnabend eine gymnasiale Oberstufe für die IGS in Bovenden gefordert. Politische Themen und sein Rückblick auf des vergangene Jahr prägten den Neujahrsempfang des Fleckens - und die Ehrung engagierter Bürger. © Hartwig

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Gegen Mittag dann reihten sich die acht, allen voran ein stattlicher dreijähriger Keiler, geschossen von Heinz Schlieper, auf grünem Tann nahe der Knutbührener Jagdhütte auf. Daneben 19 erlegte Rehe und ein Fuchs. Für jede der drei Tierarten bliesen die Jagdhörner die Abschiedsmelodie, und die erfolgreichen Schützen wurden ebenfalls mit einem Fichtengrün, dem Jägerbruch, geehrt.

Alles hat seine Ordnung bei dieser traditionellen Zeremonie der Jäger. Den Bläsern stehen am Haupt des erlegten Wildes die Jagdherren gegenüber, also die fünf Revierpächter. Links von diesen ihre eingeladenen Gäste, die 80 Jäger, darunter ein halbes Dutzend Frauen. Rechts gegenüber die Treiber. "Alle gesund?", ist die erste Frage des Vorsitzenden der Göttinger Jägerschaft, Dieter Hildebrandt. Ja - nicht einmal eine Nachsuche angeschossenen Wildes ist nötig.

Und mit der Strecke sind alle hoch zufieden. Nur ein Jagdhund kuriert eine vom Wildschwein stammende Schramme aus. Und danach beginnt der Austausch des Jägerlateins: wie die Büchse klemmte, und doch noch zwei Rehe fielen, oder wie der Treiber im Dickicht am Reh schon vorbei war und der Hund das Wild dann doch noch vor die Flinte trieb.

Es folgt das Schüsseltreiben: eine jede Jagdgenossenschaft im eigenen Revier in eigener Hütte. Es gibt Bratwurst oder Gullasch - natürlich vom Wildschein.

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