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Stefan Wenzel kontert Adelebsen-Kritik

Gegen „Verhinderungsplanung“ bei Windrädern Stefan Wenzel kontert Adelebsen-Kritik

Der niedersächsische Umweltminister und Göttinger Landtagsabgeordnete Stefan Wenzel (Grüne) hat Kritik aus Adelebsen an den Windkraft-Plänen der Regierung zurückgewiesen.

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Windrad-Debatte: Streit entzündet sich an den gewünschten Abständen zu Dörfern.

Quelle: Hinzmann

Hannover/Adelebsen. Adelebsens Bürgermeister Holger Frase (SPD) hatte einen Abstand von Windrädern zu Ortsrändern von 1500 bis 2000 Metern gefordert und zudem darauf verwiesen, dass die Windrad-Debatte den sozialen Frieden in den Dörfern massiv störe.

„Wer sich die Abstandsforderungen des bayrischen Ministerpräsidenten zu eigen macht, gefährdet die Energiewende in ihrer Substanz“, entgegnet Wenzel. Da die Dörfer im Landkreis  Göttingen oft nur drei bis vier Kilometer auseinanderlägen, würde bei zwei Kilometern Abstand in beiden Richtungen praktisch keine Fläche übrigbleiben.

Auch bei 1,5 Kilometern sei der verbleibende Flächenanteil sehr gering. Das Land orientiere sich daher mit seinen Empfehlungen an geltenden Lärmschutzgrenzwerten nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Die seien um ein Vielfaches schärfer als die Lärmschutzgrenzwerte beim Straßenbau. Die Kommunen könnten aber weitere Abstände vorsehen.

Wenzel wies auch den Vorwurf zurück, dass die Planungshoheit der Gemeinden bedroht sei. Das Gegenteil sei richtig: Das Land wolle den Kommunen für ihre Planungen mehr Rechtssicherheit, Beratung und Orientierung geben. Darauf ziele auch der Kreis. Allen Beteiligten müsse aber klar sein, dass eine Verhinderungsplanung nicht zulässig sei.

Mit Blick auf den Naturschutz sagte Wenzel, die größte Bedrohung der Artenvielfalt auf der Erde bestehe durch eine dramatischen Verschiebung der Klimazonen und den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft.

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