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Stein-Preis für Bischof Trelle und Migrationszentrum Göttingen

Auszeichnung Stein-Preis für Bischof Trelle und Migrationszentrum Göttingen

Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle und das Göttinger diakonische Migrationszentrum haben am Sonntag den Edith-Stein-Preis 2015 erhalten. Dieser stand in diesem Jahr unter dem Thema „Flucht und Migration“. Die Preisträger wurden in der Paulinerkirche für ihr Engagement geehrt.

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Bürgermeister Wilhelm Gerhardy (r.) mit den Preisträgern Bischof Norbert Trelle, Dana Gaef und Zeliha Karaboya.

Quelle: Heller

Göttingen. Das in Trägerschaft des Göttinger Diakonieverbandes stehende Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen berät und begleitet Flüchtlinge. Neben fest angestellten Mitarbeitern sind dort rund 100 Ehrenamtliche tätig. „Der Edith-Stein-Kreis würdigt diesen großen, ganz praktischen Einsatz des Migrationszentrums für Menschen, die sich gezwungen sahen, ihre Heimat zu verlassen“, sagte am Sonntagabend der Vorsitzende des Edith-Stein-Kreises, Heiner J. Willen. „Sie sind ein Leuchtturm für die Menschenwürde“, lobte Willen die Mitarbeiter des Migrationszentrums. Stellvertretend für sie nahmen Zeliha Karaboya und Dana Graf die Auszeichnung entgegen. Karaboya betonte in ihren Dankesworten, dass nicht der Glaube die Menschen entzweie, sondern es die Menschen selbst seien. „Die großen Probleme unserer Welt sind auch unsere geworden“, so Karaboya.

 
Trelle ist Vorsitzender der Migrationskommission in der Deutschen Bischofskonferenz. Mit seinem großen Engagement für Menschen auf der Flucht sei Trelle ein Vorbild, sagte Willen. Und Göttingens Bürgermeister Wilhelm Gerhardy nannte in seinem Grußwort Trelles Einsatz für die Malteser-Migranten-Medizin. Trelle selbst sagte: „Für Christen gibt es keine fremden Menschen.“ Hunderttausenden Flüchtlingen dürfe man nicht gleichgültig gegenüber stehen. Unsere Gesellschaft und die Politik seien in der Verantwortung, mahnte er. Man dürfe sich aber nicht von „überbordenden Ängsten“ leiten lassen.

 
Die Laudatio hielt Prof. Dr. Jürgen Manemann vom Forschungsinstitut für Philosophie Hannover. Er legte Steins philosophische Ansätze dar und spannte den Bogen von Einfühlsamkeit und Werten bis hin zur Gesellschaft mit Rückgrat und würdigte dabei auch die Leistungen der Preisträger. Ein Grußwort sprach Katharina Seifert, Präsidentin der Edith-Stein-Gesellschaft, die unter anderem von Flucht und Vertreibung vor 70 Jahren, von innerdeutscher Flucht und vor den Fluchtbewegungen heute sprach.

 
Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert und erinnert an die Frauenrechtlerin und katholische Ordensfrau Edith Stein (1891-1942). Seit 1995 ehrt der Göttinger Edith-Stein-Kreis mit seinem Preis alle zwei Jahre Persönlichkeiten, Gruppierungen und Institutionen, die sich durch soziales, politisches und gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet haben.

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