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Stephan Weil bei Uniklinikum-Jahresempfang in Göttingen

UMG Stephan Weil bei Uniklinikum-Jahresempfang in Göttingen

Rund 400 Vertreter, unter anderem aus Medizin, Wissenschaft und Politik hat der Dekan der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Heyo Kroemer, am Donnerstag beim Jahresempfang im Klinikum begrüßt, darunter auch den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Stephan Weil (SPD), der die Festrede hielt.

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Im Gespräch beim UMG-Empfang in Göttingen: Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel (von links), Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Ministerpräsident Stephan Weil.

Quelle: Heller

Göttingen. Weil bezeichnete die UMG mit ihren 7800 Mitarbeitern als "Tausendsassa" und "absolutes Pfund" für Südniedersachsen. Dennoch müsse er auch die wunden Punkte ansprechen, etwa die Finanzen. Die Unikliniken seien "systematisch unterfinanziert", ein Zuschlag "geboten". Diesen hatte auch Kroemer in seiner Begrüßungsrede über die "Universitätsmedizin an Grenzen" gefordert. Kroemer sagte, dass man langfristig nicht umhin kommen werde, Sonderwege für die Finanzierung der Universitätsmedizin zu finden.

 

Foto: Heller

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Zuvor dankte der Klinik-Vorstand allen Mitarbeitern für „ihren enormen Einsatz“. Dem sei es zu verdanken, dass die UMG im vergangenen Jahr „im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen Universitätskliniken“ mit einem sehr kleinen Fehlbetrag abgeschlossen habe.

 
Er skizzierte auch „positive Grenzüberschreitungen der Medizin“ wie den Einsatz der „denkenden Armprothese“ bei einem jungen Mann in der Unfallchirurgie. Auch die Zunahme der robotergestützten Chirurgie – in diesem Jahr bereits 283 Fälle - habe großes Zukunftspotenzial.

 
Geplant sei ein neues „Heart & Brain Center“, in dem Neurologen und Kardiologen zusammenarbeiten - nur ein Beispiel für Grenzüberschreitung unter den Fachdisziplinen, eine Kooperation zwischen Herz und Hirn. Das Projekt sei beantragt.  „Wir hoffen, dass wir in dem Wettbewerb gewinnen werden.“ Auch eine neue Biobank soll im ersten Quartal 2016 fertig werden.

 
Allerdings stoße das 40 Jahre alte Gebäude in der Krankenversorgung an seine Grenzen. Kroemer hofft, dass der Neubau im nächsten Jahr beginnt. Zunächst soll ein Bettenhaus mit 625 Betten entstehen, der Bauantrag dafür sei beim Land abgegeben worden. „Unmittelbar darauf folgen muss der Neubau des Operationstraktes“, so der Dekan.  Der Bau sei „eine unabdingbare Voraussetzung für die Existenz der Universitätsmedizin.“ Das sieht auch der Ministerpräsident so. Die vorgelegte Planung sei derzeit in der Prüfung, der politische Wille da. Weil: "Wenn alle Grundlagen geklärt sind, dann sehen wir uns im nächsten Jahr wieder." Zum Baubeginn für das Bettenhaus.

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