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Sternsinger unter dem Motto „Respekt“ unterwegs

Die singenden drei Könige Sternsinger unter dem Motto „Respekt“ unterwegs

„Respekt für mich, für dich, für andere“ – unter diesem Motto sind in diesem Jahr bundesweit die Sternsinger von Haus zu Haus gezogen. Die Kinder und Jugendlichen wollen damit insbesondere auf Kinderrechte und das Recht auf Kindsein aufmerksam machen.

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Quelle: CH

Göttingen. „Ich finde, es ist dieses Jahr ein sehr politisches Thema“, erzählt Elisabeth Göbel-Krayer. Das zweite Jahr betreut sie die Sternsinger in der Katholischen Kirchengemeinde St. Michaels in Göttingen. „Hintergrund ist, dass damit die UN-Kinderrechtskonvention in den Vordergrund gerückt werden soll.“ Diese benennt etwa Förderung und Entwicklung eines Kindes, den Schutz vor Gewalt oder Teilhabe am Leben als Rechte. „Das Besondere ist, dass es sich um eine Aktion von Kindern für Kinder handelt“, so Göbel-Krayer. „Sie wollen deutlich machen,  dass diese Rechte für alle Kinder auf der Welt gelten

52 Kinder im Alter zwischen sechs und 18 haben in der St. Michaels-Gemeinde dieses Jahr am Sternsingen teilgenommen – in etwa so viele wie im vergangenen Jahr, hinzu kam eine große Zahl ehrenamtlicher Helder. Die meisten Kinder stammten aus dem Gemeindekreis, aber grundsätzlich konnte jeder teilnehmen, der wollte. 2015 wurden den 312 Sternsingern aller katholischen Gemeinden in Göttingen 41000 Euro gespendet, 1700 Häuser wurden gesegnet. Die Sternsinger von St. Michael sammelten 4000 Euro ein.

Dieses Jahr gab es rund 120 Anmeldungen für den Sternsinger-Besuch. Denn die Vierergruppen – Kaspar, Balthasar, Melchior und der Sternträger – kommen nur auf Anfrage. Dann wurde gesungen, gesegnet und gesammelt, dass es die Kinder freut – denn die sollten vor allem Spaß an der Sache haben.

Aber sie hatten sich auch eigene Gedanken zum Jahresmotto gemacht, was denn Respekt für sie bedeutet. „Respekt kann ich schlecht erklären, weil es ein riesiges Wort mit sieben Buchstaben ist“, schrieb einer der Teilnehmer in der Vorbereitung auf das Sternsingen. Aber auch: „Wenn andere mir zuhören“, „Ich habe Respekt vor denen, die sich etwas trauen“ oder

„Respekt bedeutet, andere zu akzeptieren und sich nicht über sie zu stellen, um besser miteinander leben zu können.“

„Die Aktion ist ein Renner“, sagt Pfarrer Manfred Hösl. „Und sie passt ins Eventzeitalter: Es fängt an und hört irgendwann wieder auf. Man verpflichtet sich nicht für eine lange Zeit.“ Am kommenden Freitag, 15. Januar, kommen die Sternsinger, die Lust haben, noch einmal am Alten Rathaus Göttingen zusammen, um es zu segnen.

Von Sven Grünewald

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