Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Stippvisite im Forum Wissen und Kuqua

9,5 Millionen Euro Stippvisite im Forum Wissen und Kuqua

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Florian Pronold (SPD), hat sich in Göttingen über die beiden Großprojekte Forum Wissen und Kunstquartier informiert. Das Ministerium fördert beide Vorhaben mit zusammen 9,5 Millionen Euro.

Voriger Artikel
„Die Profis motivieren unglaublich“
Nächster Artikel
Aktionstag in Göttingen zum Frauentag

Steidl-Mitarbeiterin Nadine Reese erläuert Florian Pronold, Rolf-Georg Köhler und Thomas Oppermann (v. l.) das Kunstquartier.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Pronold bescheinigte auf seiner kurzen Visite auf Einladung des Göttinger SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann beiden Projekten eine „hervorragende Konzeption“. Er überreichte an Vertreter beider Vorhaben und an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) ein „Premium-Projektschild“.

Wissen an Gesellschaft vermitteln

„Städtebauförderung ist mehr als nur Wohnungsbau“, sagte Pronold. Sie bedeute auch die Förderung von Kunst und Kultur. Köhler betonte, dass ihm diese Idee der Städtebauförderung, der Kombination aus „Hülle und Inhalt“, sehr gefalle. „Ein Gebäude ohne Inhalt ist sinnlos“, sagte Köhler.

Im Gebäude des Zoologischen Instituts plant die Universität das Forum Wissen. Hier sollen in Dauer- und Wechselausstellungen ausgewählte Stücke aus den mehr als 30 Uni-Sammlungen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. „Wir wollen Wissen an die Gesellschaft vermitteln“, sagte Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel.

JT und KAZ ohne Bundesförderung

Der Antrag der Stadt Göttingen auf Bundesförderung für eine umfassende Sanierung und Umgestaltung des Otfried-Müller-Hauses, in dem das Junge Theater und das Kaz untergebracht sind, sei ohne Erfolg geblieben, sagte Kulturdezernetin Dagmar Schlapeit-Beck am Dienstag. 5,9 Millionen Euro hatte die Stadt an Förderung veranschlagt. Jetzt gelte es, für das Haus aus Mitteln der Städtebauförderung „kleinere Maßnahmen“ umzusetzen. mib

Sie sei für die Konzeption des gesamten Bereichs „sehr dankbar“. So entstehe in Nachbarschschaft zum Forum nicht nur die Sparkassenzentrale, sondern auch ein Hotel der Hardenberg Hotel- und Gastronomiebetriebe, das sehr gut zum Forum passen werde. „Uns war immer wichtig, dass dort keine Pommesbude und kein Ibis-Hotel hinkommen“, sagte Beisiegel. Köhler legt dabei Wert auf die Außenanlagen rund um Forum und Sparkassenneubau. Sie böten die Chance, den Eingangsbereich zur Innenstadt neu zu fassen.

Städtebaulich weiterentwickeln

Für das Kunstquartier, das das Bundesministerium mit 4,5 Millionen Euro fördert, erhofft sich Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) eine Belebung des gesamten Viertels zwischen Nikolai- und Düsterer Straße. Es sei „unglaublich, was jetzt schon dort passiert“ sei, sagte sie. „Das Stadtviertel soll sich städtebaulich weiterentwickeln“, ergänzte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Kernstück des Quartiers ist ein geplantes Galeriegebäude, das mit rund drei Millionen Euro Baukosten veranschlagt ist.

Hier sollen Ausstellungsmöglichkeiten für moderne Kunst entstehen, die es bislang in Göttingen nicht gibt. Hinzu kommt das bereits eröffnete Grass-Archiv und die geplante Gestaltung des Innenhofes zwischen Nikolai- und Düsterer Straße. „Gut angelegtes Geld“, sagte Pronold.

Neubau von Peter Zumthor

Göttingen. Damit das neue Galeriegebäude für das Kunstquartier (Kuqua), für das derzeit ein Architektenwettbewerb läuft, überhaupt gebaut werden kann, muss das Haus an der Düsteren Straße 8 standfest gemacht werden. Das Haus befindet sich derzeit in Privatbesitz und wird derzeit noch von einem benachbarten Fachwerkgerüst gestützt.

Dieses muss aber für den Bau des Galeriehauses abgerissen werden. Nach Angaben von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) sei die Verwaltung dabei, mit dem Eigentümer eine Lösung zu suchen. „Entweder die Stadt kauft das Gebäude oder pachtet es langfristig an“, skizzierte Köhler die Möglichkeiten.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum staatlich geförderten Kunstquartier plant die Göttinger Verlegerin Nina Holland auf der Ecke von Düsterer und Turmstraße mit dem Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor den Neubau eines Wohnhauses und der Betriebsstätte des Little Steidl Verlags. Das Grundstück sei bereits in ihrem Besitz, der Architekt beauftragt, sagte Köhler. „Jetzt müsse das Projekt noch planungsrechtlich eingepasst“ werden.

Im November hatte es vor allem von CDU und Grünen im Bauausschuss des Rates Kritik an dem von der Verwaltung als „prägnant und den südlichen Eingang zum Kuqua betonend“ vorgestellten Gebäude gegeben. Der Entwurf dafür wird am Donnerstag, 10. März, erstmals öffentlich zwischen 15 und 17 Uhr in der Paulinerkirche, Papendiek 14, zu sehen sein. Architekt Peter Zumthor ist vor Ort und stellt seinen Entwurf vor. mib

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen