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Stofftaschen-Aktion: Göttinger nehmen es in die Hand

Unipräsidentin Beisiegel und Pro City werben für plastiktütenfreie Stadt Stofftaschen-Aktion: Göttinger nehmen es in die Hand

Mehr als 20 000 grüne Taschen sind demnächst in der Stadt unterwegs. Stofftaschen. Sie sollen statt Plastiktüten beim Einkauf zum Einsatz kommen, und damit ein Zeichen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit setzen.

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Mehr als 20 000 grüne Taschen sind demnächst in der Stadt unterwegs. Stofftaschen. Sie sollen statt Plastiktüten beim Einkauf zum Einsatz kommen, und damit ein Zeichen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit setzen.

Quelle: Heller

Göttingen. Eine plastiktürenfreie Stadt, das ist eine Vision. Einen großen Schritt in diese Richtung gehen die Universität  und die Stadt Göttingen gemeinsam.

Am Sonnabend haben Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel sowie Philipp Bremer und Frederike Breyer von Pro City am Kornmarkt in der Fußgängerzone den Start der Aktion eingeläutet. Die Göttinger Entsorgungsbetriebe sind ebenfalls mit einem Stand vertreten. „Die Idee mit der plastiktütenfreien Stadt hatte ich schon, als ich nach Göttingen gekommen bin“, sagt Initiatorin Beisiegel.

Bei einem Aufenthalt in Dallas habe sie dann gesehen, dass dort nur Taschen ohne Plastik verwendet werden. „Dann kann Göttingen das doch auch schaffen“, sagt die Präsidentin. „Die Taschen sind jetzt in rund 70 Geschäften in der Innenstadt zu bekommen“, so Breyer. Die grünen Beutel mit dem Aufdruck „Ich nehme es in die Hand“ stoßen bei den Göttingern auf großes Interesse. Es sind hell- und etwas dunkelgrünere im Angebot.

„Eine für den Herbst und eine für den Frühling“, scherzt Bremer. Viele der Bürger, die am Stand stoppen, stehen hinter der Aktion. Helmut Richter beispielsweise hat gleich noch einen weiteren Vorschlag im Gepäck. Er hat dünne Netzbeutel aus Kanada mitgebracht. „Die kann man zusätzlich super mit auf den Markt nehmen und Obst und Gemüte darin verstauen“, erklärt er - ein Ersatz für die dünnen Plastik-Obsttüten.

Beisiegel findet diese zusätzliche Idee gut, auch diese Beutel seien für Göttingen gut vorstellbar.Auch Kristine Müller findet die Stofftaschen-Aktion „total super“. Die Rentnerin hatte im Tageblatt von der Aktion gelesen und sich deshalb am Sonnabend vormittag auf den Weg zum Stand in die City gemacht. „Zu 100 Prozent überzeugt“ sind auch Christa und Horst Bruckner. Die beiden Göttinger kaufen aber sowieso schon mit dem Stoffbeutel ein.

Beide haben einen dabei, Christa einen grünen, Horst einen roten. Das Ehepaar ist gerade aus dem Spanienurlaub zurück und freut sich über ein wachsendes Umweltbewusstsein in europäischen Ländern.  In der Türkei, so erzählt Liselotte Hentzelt, sei die Umweltverschmutzung mit Plastiktüten schlimm. Auch die Göttingerin ist gerade aus dem Urlaub zurück, Sie hat einen Einkaufskorb dabei und darin ebenfalls eine Stofftasche.

Die Aktion „ich nehme es in die Hand“ findet auch sie gut und wichtig. Nur ein älterer Mann kritisiert, dass man mit den grünen Taschen doch nur in Geschäfte gelockt werden soll. Dass es die Taschen am Sonnabend kostenlos gibt, interessiert ihn nicht.

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