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Zur Abwechslung mal drinnen

Straßenmusiker Peter und Florin im Vinyl-Reservat Zur Abwechslung mal drinnen

Bei Wind und Wetter sitzen sie in der Stadt und spielen Musik auf ihren Akkordeons: Peter und Florin. Die beiden Straßenmusiker aus Rumänien waren am Donnerstag im Vinyl-Reservat - Zur Abwechslung mal im Warmen.

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Peter und Florim.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Nach einem wärmenden Tee bringen Peter und Florin, die ihre Nachnamen nicht nennen wollen, ihre Akkordeons in Stellung und legen los. Gespielt wird traditionelle rumänische und osteuropäische Musik, wie man sie von den beiden Musikern aus der Fußgängerzone kennt. Dabei sind die beiden bereits alte Hasen in dem Geschäft. Peter macht seit 25 Jahren Straßenmusik, Florin seit 15 Jahren.

Das sieht man ihrem Spiel an. Flink huschen ihre Finger über die Tasten der vom täglichen Gebrauch gezeichneten Instrumente. Sie scheinen sich blind und ohne viele Worte zu verstehen. Ein Stück nach dem anderen spielen sie so.

„Es macht Spaß“, sagt Peter, der eigentlich Petru heißt, auf seinem Personalausweis wurde allerdings Peter daraus. Natürlich wolle er mit der Musik auch ein bisschen Geld verdienen. Das sei schließlich sein Beruf. „Ich habe mit einem Privatlehrer gelernt“, erzählt Peter. Genauso verhalte es sich mit seinem Kollegen Florin. Schon in Rumänien hätten sie Musik gemacht. Die Tage entlang der Weender Straße liefen sehr unterschiedlich. „Manchmal sind die Leute spendabel, manchmal nicht“, sagt Peter. Schwierig sei es vor allem bei Kälte, Schnee und Regen. Trotzdem mache er nach wie vor gern Straßenmusik.

Die Idee zu dem kleinen Konzert kam Vinyl-Reservat-Inhaber Hans Philipp Schubring, als er die beiden Musiker auf der Straße sah. „Hatte ich mal Bock drauf“, erklärt er.fl

Regeln für Straßenmusikanten

Die Stadt Göttingen hat keine offizielle Verordnung zum Thema Straßenmusikanten. Die Musikanten seien in der Innenstadt genauso willkommen wie in anderen großen Städten, sagt Stefanie Ahlborn, Sprecherin der Verwaltung. „Allerdings gibt es interne Spielregeln, die auf dem niedersächsischen Straßengesetz aufbauen“. Dazu gehören:

  • Musikgruppen von mehr als vier Personen benötigen für ihren Auftritt in Göttingen eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt.
  • Bei Auftritten dürfen elektro-akustische Verstärker nicht eingesetzt werden.
  • Gewerbsmäßige Auftritte sind nicht erlaubt. Dazu zählt auch der Verkauf von Tonträgern oder anderweitigen Produkten.
  • An einer Spielstelle darf nur 20 Minuten lang musiziert werden. Danach ist eine ebenso lange Pause einzuhalten. Wenn an anderer Stelle weitermusiziert wird, muss der neue Standort so weit vom ersten entfernt liegen, dass die Musik am ursprünglichen Standort nicht mehr gehört werden kann.
  • Die Benutzung von sehr lauten Instrumenten ist nicht gestattet.
  • An Werktagen ist Straßenmusik nur zwischen 10 und 20 Uhr erlaubt, an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 20 Uhr. Während der Gottesdienste ist Straßenmusik in unmittelbarer Nähe zu Kirchen nicht erlaubt.
  • Das Spiel von Straßenmusikern, die sich an diese Regeln nicht halten, kann von Polizei oder Ordnungsamt untersagt werden. afu
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