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Straßensozialarbeit feiert Sommerfest

„Es ist ein schönes Miteinander hier“ Straßensozialarbeit feiert Sommerfest

Ein Sommerfest am neuen Standort haben Mitarbeiter und Unterstützer der Straßensozialarbeit Göttingen (Straso) am Mittwoch etwa ein Jahr nach ihrem Umzug gefeiert. Seit April des vergangenen Jahres befindet sich die Einrichtung nicht mehr am Rosdorfer Weg, sondern an der Tilsiter Straße.

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Die Organisatoren beim Sommerfest der Straßensozialarbeit in den neuen Räumen an der Tilsiter Straße.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Die Straso gehört zum Diakonieverband Göttingen und kümmert sich um Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind. Zu ihrem Fest kamen auch Klienten und Nachbarn aus dem Wohngebiet. „Wir verbringen heute gemeinsam einfach eine gute Zeit hier“, sagte Straso-Organisationsleiter Thomas Harms. „Wir sind hier am Standort sehr zufrieden. Es ist ein angenehmes Umfeld“, der Pastor Harms. Zufrieden ist er nicht nur mit den „tollen Gärten“ im Wohngebiet, sondern auch mit den Anwohnern, die der Einrichtung mit Toleranz begegnen. Sozialarbeiter Mike Wacker zufolge hat es am Anfang allerdings Bedenken der Anwohner gegeben. Diese beruhten auf Vorurteilen gegen Obdachlose. „Doch bislang gab es keine Beschwerden, und die Klienten und wir fühlen uns hier wohl“, sagte Wacker.

Die Einrichtung bietet ihren Klienten Hilfe bei der Wohnungssuche, vergünstigte Mahlzeiten und Freizeitgestaltung in Form von Spielegruppen oder Ausflügen. „Außerdem haben wir hier ehrenamtlich tätige Anwälte, einen Arzt und einen Schneider“, schilderte Wacker und fügt hinzu: „Die Nachbarn nutzen auch unseren Schneider. Das hilft, Vorurteile uns gegenüber abzubauen. Es ist ein schönes Miteinander hier.“

Als „enorme Verbesserung zum alten Standort“ bezeichnete Gerhard Schneemann von der Straso-Verwaltung die neue Einrichtung. Trotz anfänglicher Befürchtungen, die Klienten fänden den Weg dorthin nicht, komme das neue Gebäude bei ihnen gut an. „Viele kommen regelmäßig und fühlen sich wohl“, so Schneemann.

Um die Wohnungsvermittlung kümmert sich Gerd-Rüdiger Reich. „Es wird immer schwieriger“, erzählte er. Ihm liege eine gewissenhafte Wohnungsvermittlung sehr am Herzen. „Ich will die Leute nicht in Problemviertel vermitteln“, betonte Reich. Ungefähr die Hälfte seiner Klienten könne er vermitteln.

Von Alisa Altrock

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