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Streckensperrung vor dem Ende

ICE-Strecke am kommenden Montag wieder freigegeben Streckensperrung vor dem Ende

Die zweiwöchige Sperrung der Schnellbahnstrecke Hannover – Göttingen - Kassel endet an diesem Wochenende. Alle Arbeiten lägen im Plan, erklärt die Deutsche Bahn AG. Am Montag, 9. Mai, wird die sanierte Strecke um 5 Uhr morgens wieder freigegeben.

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In den vergangenen zwei Wochen war der Fernverkehr von der ICE-Trasse auf die alte Nord-Süd-Verbindung umgeleitet worden.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die Reinigung des kompletten Schotterbettes und die Schienenschweissarbeiten seien abgeschlossen, erklärt Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Am Mittwoch wurden dann die sogenannten Stopfarbeiten beendet. Bei dieser aufwändigen Prozedur wird das Schotterbett zurechtgerüttelt, so dass die Schienen vertikal und horizontal gleichmäßig liegen.

Bis Donnerstag hatten alle großen Gleisbaufahrzeuge die Baustellen verlassen. Danach wurde die Sicherungs- und Leittechnik mit dem Einbau der Schienenkontakte für die Signale und Stellwerkstechnik wiederhergestellt, erläutert Meyer-Lovis den Fortgang der Arbeiten. Danach nahm die Bahn Messfahrten vor.

Generell, so der Bahn-Sprecher, hätten sich die Fahrgäste gut informiert und auf die veränderte Situation einschließlich Ersatzfahrplan gut eingestellt. Um die Bahnkunden, die mit teils deutlich verlängerten Fahrzeiten gerade nach Hannover leben mussten, bei Laune zu halten, hatte die Bahn in ihren Zügen kleine Geschenke verteilt. In der ersten Klasse erhielten die Fahrgäste Literatur in Form von Reclam-Heften, in der zweiten Klasse gab es kostenlose Zeitungen. Für Kinder gab es zum Zeitvertreib ein Memory-Spiel.

In den vergangenen zwei Wochen war der Fernverkehr von der ICE-Trasse auf die alte Nord-Süd-Verbindung umgeleitet worden. Sämtliche Ausnahmeregelungen finden nun am Montag, 9. Mai, ihr Ende. Um 5 Uhr morgens wird die Schnellbahnstrecke wieder freigegeben, versichert die Bahn. Dann gilt wieder der normale Fahrplan.

130000 Tonnen Schotter

Es war eine böse Überraschung für die Deutsche Bahn AG: Die 1991 fertiggestellt Schnellbahnstrecke Hannover – Göttingen - Kassel wies aufgrund der Belastung durch Hochgeschwindigkeitsstrecke früher Schäden auf als vermutet. Aus Sicherheitsgründen, erklärte die Bahn, musste das Gleisbett auf etwa 30 Kilometern Länge in Abschnitten der Schotter gereinigt und das Gleisbett mit neuem Schotter aufgefüllt werden.

Dabei wurden etwa 130 000 Tonnen neuer Schotter ins Gleisbett eingearbeitet. Dazu waren vier Bettungsreinigungsmaschinen und vier Schotterpflüge gleichzeitig im Einsatz. Außer der Grundsanierung auf den betroffenen 30 Streckenkilometern musste an anderen Stellen des 90 Kilometer langen gesperrten Abschnittes Schotter gereinigt und teilweise erneuert werden.

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