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„Streichen von Haltestellen ist falsch“

Muss Göttingen wieder um den ICE-Halt bangen? „Streichen von Haltestellen ist falsch“

Immer wieder wird über einen möglichen Wegfall des Göttinger ICE-Halts diskutiert. Neuen Anschwung bekommt die Debatte jetzt wegen der Kritik des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel. Der Grüne beklagt, dass Göttingen aufgrund von Bauarbeiten seltener von ICE bedient werde.

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S. Wenzel

Quelle: JanVetter.com

Göttingen. „Dass die Fahrt derzeit doppelt so lange dauert, nimmt man in Kauf, um eine Sanierung der Strecke zu ermöglichen“, so Wenzel. „Dass aber gleichzeitig der Halt der ICE-Linie von Hamburg über Göttingen nach Frankfurt gestrichen wurde, kann nicht akzeptiert werden.“ Das „unselige“ Streichen von Haltestellen sei grundfalsch, meint der Minister.

Alles halb so schlimm, meint man in der Pressestelle der Deutschen Bahn. „Die Bauarbeiten auf der Strecke werden voraussichtlich noch bis zum 2. September andauern“, erklärt Unternehmenssprecherin Angelika Theidig. „Danach fahren und halten alle Züge wieder wie gewohnt.“ Bis dahin müssen einzelne Gleise auf der Strecke aber teilweise gesperrt werden - zeitweise sogar die komplette Strecke. „Das dünnt den Fahrplan aus“, so Theidig. Eine dauerhafte Streichung von ICE-Haltepunkten in Göttingen sei aber keinesfalls geplant, so Theidig. „Bereits jetzt können Fahrgäste bei der Fahrplanauskunft einsehen, dass die Züge ab dem 3. September wieder normal fahren werden.“

Für Wenzel keine zufriedenstellende Aussage. „Die Begründung ist nicht sehr stichhaltig.“ Die Strecke sei ja dieselbe, warum ausgerechnet der Stopp in Göttingen wegfällt, sei nicht zu erklären. „Es ist schon merkwürdig, dass immer Göttingen wegfällt und nie Kassel.“bk

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