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Streik im Göttinger Uni-Klinikum

Für 5,5 Prozent Gehalt mehr Streik im Göttinger Uni-Klinikum

Etwa 200 Beschäftigte des Göttinger Uni-Klinikums haben am Mittwochmorgen die Arbeit niedergelegt. Mit einem ganztägigen Warnstreik wollen sie die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstag in Niedersachsen dazu bringen, in den laufenden Tarifverhandungen ein Angebot vorzulegen. Die Verhandlungen werden am Freitag fortgeführt.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Um 8 Uhr trafen sich die Streikenden am Westportal des Klinikums. Transparente trugen Sprüche wie „Wir sind es wert“ oder „Macht uns nicht wütend, ihr würdet uns wütend nicht mögen“ sollten Entschlossenheit signalisieren. „Ich bin wütend, dass seit drei Verhandlungsrunden nichts passiert ist“, erklärte Hans-Martin Gurland, Verdi-Mitglied und Klinikums-Angestellter. Nach einer kurzen Kundgebung vor dem Eingang unternahmen die Streikenden einen Rundgang ums Klinikum, bevor sie nach Hannover zur zentralen Streikkundgebung fuhren. Hauptredner dort: Verdi-Bundeschef Frank Bsirske.

Betriebliche Zusatzversorgung

Der Warnstreik sei „ein deutliches Zeichen an die Arbeitgeber, endlich ein Angebot vorzulegen“, wertete Verdi-Gewerkschaftssekretär Patrick von Brandt den Ausstand. In der laufenden Tarifauseinandersetzung fordert die Gewerkschaft Verdi 5,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 175 Euro mehr. Die Landesbediensteten müssten mit ihren Kollegen aus den kommunalen Bereichen gleichziehen, die seit März 5,4 Prozent mehr als die Länderbeschäftigten verdienten, erläuterte von Brandt. Außerdem solle die betriebliche Zusatzversorgung im Rentenalter unangetastet bleiben.

Das Klinikum hatte in Absprache mit der Gewerkschaft Verdi einen Notdienst eingerichtet. Danach wurden medizinisch notwendige Arbeiten vorgenommen, verschiebbare Dienstleistungen jedoch verschoben.

Zoologie-Mitarbeiter im Warnstreik

Auch aus anderen Betrieben wurden Warnstreiks gemeldet – so von Beschäftigten der Göttinger Zoologie, des Maßregelvollzugszentrums Moringen und von Beschäftigten aus Duderstadt, Hann. Münden und Osterode. Für Donnerstag sind Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Hamburg, Berlin, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern Bayern und Baden-Württemberg geplant.

Foto: Hinzmann

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