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Streit um 19 Cent: Klage wegen zu hoher Telefonrechnung gescheitert

Telefonabrechnungen Streit um 19 Cent: Klage wegen zu hoher Telefonrechnung gescheitert

Es ging um 19 Cent. Ein Telefonanbieter soll monatelang unerlaubt Minibeträge abgerechnet haben. Die Klage scheiterte aber.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Düsseldorf. Wegen eines Streits um 19 Cent auf seiner Telefonrechnung ist ein Rechtsanwalt gegen einen Telekommunikationsanbieter vor das Amtsgericht Düsseldorf gezogen. Die Klage richtete sich gegen ein angeblich fälschlicherweise berechnetes Telefonat in seiner Kanzlei, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag und bestätigte damit Medienberichte. Jedoch scheiterte der Göttinger Anwalt vor Gericht. "Der Kläger konnte nicht ausreichend beweisen, dass das Telefonat nicht stattgefunden hat", sagte der Sprecher zur Begründung des Urteils vom Dienstag.

Statt einer Rückzahlung von 19 Cent seien ihm nun Kosten von insgesamt 1000 Euro entstanden, sagte der Anwalt der Deutschen Presse-Agentur. Über eine längere Zeit hinweg hatte der Rechtsanwalt auf seinen monatlichen Telefonabrechnungen die ihm unerklärlichen Centbeträge entdeckt. Da es sich um ein "wiederkehrendes Phänomen" handelte, vermutete er, dass in größerem Umfang mit manipulierten Daten Geld gemacht würde, sagte der Anwalt. Doch vor Gericht war er in der Beweispflicht: Er hätte beweisen müssen, dass mit seiner Telefonanlage niemand die Nummer gewählt habe, mit der die 19 Cent abgerechnet wurden. Da seine Kanzlei in einem Gemeinschaftsbüro untergebracht sei, hätte er dies bei dem Prozess nicht lückenlos beweisen können, sagte er. "Geringe Streitwerte wie diese sind vor Gericht die Ausnahme, kommen aber vor", erläuterte der Düsseldorfer Gerichtssprecher.

Die Chancen, den Prozess zu gewinnen seien für den Kläger dabei genauso groß, wie wenn es um einen Millionenbetrag ginge. "Dies richtet sich nicht nach Sachwerten, lediglich die rechtliche Beurteilung spielt eine Rolle." Einen Unterschied gibt es aber doch: Gegen das Urteil des 19-Cent-Prozesses könne keine Berufung eingelegt werden - dies sei regulär erst ab einem Streitwert von 600 Euro möglich, erklärte der Sprecher weiter. Der Anwalt kündigte unterdessen an, bald erneut vor Gericht gehen zu wollen - dann mit einer anderen Monatsabrechnung und noch mehr Zeugen. Der Telekommunikationsanbieter konnte zu dem Fall zunächst keine Stellungnahme abgeben.

dpa

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