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Streit um Bahn-Haltepunkt Rosdorf

Grüne dafür, SPD und Linke dagegen Streit um Bahn-Haltepunkt Rosdorf

Über Kreuz liegen SPD und Grüne im Rosdorfer Gemeinderat in ihren Auffassungen über eine Wiederbelebung des Bahnhofs Rosdorf. Die SPD und die Linke sind dagegen, die Grünen dafür.

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Bahnhof in Rosdorf.

Quelle: CH

Rosdorf. Angestoßen hatte die Debatte die SPD. Die Sozialdemokraten fordern, das für die Einrichtung des Haltepunkts Rosdorf am früheren Bahnhof vorgesehene Geld – drei bis vier Millionen Euro – stattdessen für eine Verbesserung des ÖPNV-Angebots im gesamten Gemeindegebiet zu nutzen. „Für die meisten Rosdorfer“, meint das Rosdorfer Gemeinde- und Ortsratsmitglied Christoph Sachse, „liegt der Bahnhof viel zu weit vom Wohnort entfernt.“ Mit dem Aufwand für den Haltepunkt „könnte das Land Niedersachsen den Ausbau des vorhandenen ÖPNV in der gesamten Gemeinde Rosdorf mit jährlich 100000 Euro für die nächsten mehr als 40 Jahre bezuschussen“ – beispielsweise einen Halbstundentakt für die Buslinie 61 einrichten. Außerdem sollte die Reaktivierung des Haltepunkts Obernjesa, die vom Land abgelehnt wurde, noch einmal geprüft werden.

 
Ganz anders die Grünen. Ratsmitglied Martin Fichtler verweist auf einen einstimmigen Ratsbeschluss zugunsten eines Haltepunktes. „Mit der nun einmaligen Möglichkeit einer Bahnanbindung“ erfahre Rosdorf „eine ganz neue Standortqualität und damit eine deutliche Aufwertung als Wohnstandort”.

 
Die Position der SPD sei „um so unverständlicher, da die Gemeinde und insbesondere auch der bisherige SPD-Bürgermeister (Harald Grahovac) in die Erarbeitung der vom Landkreis beauftragten Untersuchung eingebunden war“, meint Fichtler. Allerdings: Auch Grahovac hatte den Standort des alten Bahnhofs kritisch beurteilt.

 
Zu Obernjesa erklärt Fichtler, der dortige Bahnhof scheide als Haltepunkt aus, weil es dafür nicht genügend potenzielle Reisende gebe. Grünen-Ratsmitglied Ursula Barking ergänzt, „wenn es ernst wird, kneifen die Genossen“.

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