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Streit um Mensa in Pausenhalle

Eltern prostetieren gegen Provisorium Streit um Mensa in Pausenhalle

Die Kinder im Ganztagsbetrieb der Göttinger Lohbergschule sollen in den kommenden Jahren in der Pausenhalle zu Mittag essen. Ein vorübergehendes Provisorium, sagen Schule und Stadtverwaltung. Ein schlechtes und unnötiges, kontern Schulelternrat und Eltern aus umliegenden Horteinrichtungen.

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Die Pausenhalle der Lohbergschule soll auch als Mensa dienen.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Seit die Schule den Eltern vor gut einer Woche die Mensa-Lösung mitgeteilt hat, schlagen die Gegenwellen hoch. Auch im Schulausschuss des Rates am Donnerstag protestierten Elternvertreter. Sie halten eine offene Halle mit provisorischen Tischen als Mensaraum für ungeeignet und fürchten, dass auch die Qualität des Essen unter den gegebenen Bedingungen leiden könnte. Sie kritisieren, dass den Kindern der Schule ihr Aufenthaltsraum und die einzige Veranstaltungsmöglichkeit genommen wird. Und sie protestieren generell gegen die noch neue „Schmalspur-Ganztagsschule“, während drei Horte im Umfeld eine „gute“ Ganztagsbetreuung anbieten würden.

Die Stadtverwaltung verteidigt ihre Entscheidung. „Wir sind auch nicht glücklich über diese Lösung, aber es ist die einzig mögliche“, so der Leiter des Fachbereiches Schule, Gerald Müller-Stürmer. Bisher würden die Ganztagskinder im benachbarten Haus der AWO essen. Das Gebäude aber sei baufällig und sanierungsbedürftig. Weil auch die Zahl der Schüler steige, plane die Stadt einen Anbau inklusive Mensabereich - vielleicht auch mit der Awo. Das aber brauche Zeit. Die Mensa in der Pausenhalle sei nur eine vorübergehedne Lösung „für voraussichtlich zwei Jahre“. „Das ist nicht ideal, aber machbar“, ergänzte Schulleiter Hans-Joachim Reuter.

Hinter der Auseinandersetzung steckt mehr: Die Stadt will an allen Grundschulen Ganztagsangebote etablieren. Zugleich will sie ihre eigenen Horte schließen und Horte anderer Träger nicht mehr unterstützen, um eine Konkurrenz zu vermeiden. Dagegen protestieren auch Eltern, deren Kinder in die drei Horte im Umfeld der Lohbergschule gehen.

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