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Streit um Muna-Gelände bei Lenglern

Grundstücksbesitzer muss Jagd zulassen Streit um Muna-Gelände bei Lenglern

Seit vielen Jahren gilt das frühere Übungsgelände der Bundeswehr bei Lenglern als Paradies für Wildschweine und Rehe. Damit dürfte es vorbei sein: Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat einen Antrag des Grundstücksbesitzers abgelehnt, der sich gegen eine Verfügung des Landkreises gewehrt hatte.

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Seit vielen Jahren gilt das frühere Übungsgelände der Bundeswehr bei Lenglern als Paradies für Wildschweine und Rehe.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Lenglern. Die Göttinger Behörde hatte das verwilderte Gelände dem Jagdbezirk Harste zugeordnet.

Der Eigentümer wollte jedoch keine Jagd auf seinem Grundstück zulassen und zog vor Gericht. Nachdem er bereits in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Göttingen eine Niederlage erlitten hatte, scheiterte er nun erneut: Der zuständige OVG-Senat lehnte es ab, die Berufung gegen dieses Urteil zuzulassen (Aktenzeichen 4 LA 303/14).

Da der Beschluss nicht anfechtbar ist, ist somit das Gelände der einst von den Nationalsozialisten errichteten Munitionsanstalt (Muna) keine jagdfreie Zone mehr. Der Grundstückseigentümer, der das Gelände vor einigen Jahren von der Bundeswehr gekauft hatte, wollte genau dies verhindern.

Er begründete seine Klage damit, dass er dort einen gewerblichen Munitionsbetrieb betreibe. Bei einer Bejagung der Flächen wäre dieser Betrieb erheblichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt, denen er nur durch eine Stilllegung Rechnen tragen könne.

Die Lüneburger Richter fanden dieses Argument allerdings wenig stichhaltig. Eine Rücksichtnahme auf gewerbliche Interessen sei nur dann geboten, wenn es sich um eine legale Grundstücksnutzung handele. Dies sei aber gar nicht der Fall. Die von dem Kläger behauptete Grundstücksnutzung als Munitionslager sei sowohl in gewerberechtlicher als auch in baurechtlicher Hinsicht formal illegal.

Von Heidi Niemann

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