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Streit um Parkplätze und Lieferverkehr

Bauausschuss: Umgestaltung der Roten und der Jüdenstraße Streit um Parkplätze und Lieferverkehr

Vor einer schweren Aufgabe steht die Stadt Göttingen bei den geplanten Umgestaltungen der Roten und der Jüdenstraße. Während das politische Lager der Grünen den Autoverkehr noch weiter zurückdrängen möchte als von der Verwaltung geplant, wollen andere genau dies verhindern – ebenso wie Pro City.

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Symbolbild

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Für den südlichen Teil der Jüdenstraße hat die Verwaltung zwei Varianten vorgelegt. Eine sieht eine Fahrbahnbreite von sechs Metern vor, so dass Busse, Pkw und Lastwagen haltende Busse überholen können. Bei der Fahrbanbreite von 4,50 Meter des anderen Entwurfs können nur Zweiräder passieren.

Die drei Varianten der Roten Straße sehen statt derzeit 23 einmal zwölf, einmal zehn und einmal überhaupt keine Parkplätze mehr vor, erläuterte die Verwaltung im Bauausschuss am Donnerstag. Das war Ulrich Holefleisch (Grüne) nicht genug: Er forderte die Verwaltung auf, eine weitere Variante nach dem Prinzip „Shared Space“ (Geteilter Raum) zu entwickeln: Dort gibt es keine optische Trennung zwischen Bürgersteig und Fahrbahn mehr, Autofahrer wie auch andere Verkehrsteilnehmer müssen sich ihren Weg selbst suchen.

Hans Otto Arnold (CDU) widersprach heftig - nicht nur Holefleisch, sondern auch den städtischen Plänen. Seine Fraktion werde einer Verringerung der Parkplätze in der Innenstadt entschieden entgegentreten. Ein Hausbesitzer erklärte zudem, der Wegfall von Parkplätzen dürfte die kleinen Geschäfte in der Roten Straße in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen. Und Pro City-Geschäftsführerin Frederike Breyer forderte von der Verwaltung, eine Planungsvariante vorzulegen, „in der sämtliche Parkplätze erhalten werden“.

Ähnlich die Fronten bei den Plänen für die Jüdenstraße. Während Horst Roth für die Grünen erklärte, dem Lieferverkehr sei zuzumuten, hinter haltenden Bussen warten zu müssen, erklärte Uwe Friebe (SPD), das werde zu Konflikten führen. Lkw-Fahrer stünden unter einem derartigen Termindruck, dass sie sich nicht erlauben könnten, abzuwarten, wenn der Bus endlich abfährt.

Bürgerversammlung im September

Die Umbauvarianten für die Rote und die Jüdenstraße sollen in einer Bürgerversammlung diskutiert werden. Sie ist für Mittwoch, 7. September, im Ratssaal des Neuen Rathauses vorgesehen. Beginn ist um 18 Uhr.

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