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Streit um Transparente: Merkel stellt sich vor Magull

Nach heftiger Kritik Streit um Transparente: Merkel stellt sich vor Magull

Nach der heftigen Kritik an Jörg Magull im Streit um politische Transparente an Wohnheimfassaden auch von Göttinger Ratsfraktionen und -politikern hat sich der Vorstandsvorsitzende Hubert Merkel schützend vor den Geschäftsführer des Studentenwerkes gestellt.

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Quelle: Vetter (Archivfoto)

Göttingen. In einem offenen Brief an die Ratsfraktionen von SPD, Piraten, Linke und Grüne sowie an die Ratsmitglieder Patrick Humke (Linke), Katrin Reuter, Ulrich Holefleisch (beide Grüne) und den SPD-Stadtverband sowie dessen Vorsitzenden Christoph Lehmann kritisiert Merkel seinerseits die persönlichen Angriffe auf Magull scharf. Er vermisse Respekt und Fairness gegenüber Magull. Es sei für ihn unerträglich, dass sich die Angeschriebenen in dem Streit um die Transparente jetzt und in der Vergangenheit immer wieder auf Magull fokussierten. Diese Personalisierung sei nicht nur herabwürdigend, sondern ein „hilfloser Reflex“.

Merkel betonte im Konflikt um die Transparente, die etwa an den Fassaden der Wohnheime in der Roten Straße, Humboldtallee oder Goßlerstraße hängen, dass das Studentenwerk zur politischen Neutralität verpflichtet sei. Die Mietbedingungen, die unter anderem das Anbringen von Transparenten an Wohnheimen verbieten, hätten sich seit vielen Jahren bewährt. Mit deutlicher Mehrheit habe der Vorstand sie jüngst in zwei Sitzungen als „vernünftig und notwendig“ bestätigt. Die Diskussion um die Transparente hält Merkel für „politisch wohlfeil“. Die Wohnungsprobleme in Göttingen werde sie nicht lösen.

Unterdessen mischen sich die Göttinger Jusos in den Streit ein. Die Allgemeinen Mietbedingungen heranzuziehen, um Druck auf die Bewohner der Wohnheime auszuüben, sei ein „weiterer Schritt in Richtung Eskalation“, meint Joris Sprengeler. Der Konflikt, der auch von Magull geschürt werde, habe einen „eindeutig politischen Hintergrund“.  Und Silke Hansmann, Vorsitzende des Juso-Unterbezirks Göttingen, sagt: „Wenn das Studierendenwerk politische Äußerungen aus dem Stadtbild entfernen lassen will, trägt das zur Entpolitisierung der Gesellschaft bei.“

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