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Streit zwischen Ortsrat und GöVB

Herbe Kritik Streit zwischen Ortsrat und GöVB

„Unsere Kritik hat Sie nicht erreicht“, hat Ingrid Möhring (SPD) auf der Ortsratssitzung zu den anwesenden Vertretern der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) gesagt. „Wir haben das Gefühl, gegen eine Wand zu reden“, stimmte Jens Droß (WGH) der Ortsbürgermeisterin zugestimmt.

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Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Herberhausen. Hintergrund der Kritik aus dem Orstrat an die GöVB ist die sogenannte Linienoptimierung, die im November in Kraft getreten ist. Sie beinhalte unter anderem, dass es keine günstige Verbindung von Herberhausen zum Bahnhof mehr gebe. Weiterhin kritisieren Bürger und Ortsrat, dass viele Busse – vor allem aufgrund der hohen Zahl an Studenten, die ihr Semesterticket nutzen – überfüllt seien. Morgens gäbe es manchmal Probleme mit Bussen, die vor allem Schüler befördern – es seien schon Kinder stehen gelassen worden.

Zudem führen am Wochenende die Busse zu selten. Und die Haltestelle „An der Mühle“ sei unakzeptabel. Aufgrund baulicher Mängel seien schon Menschen gestürzt, außerdem blockiere der Bus, wenn Fahrer in ihm Pause machen, zwei Einfahrten - warum könne der Bus nicht an der Parkbucht auf der anderen Straßenseite stehen?  Bereits im Februar hatte sich der Ortsrat mit einem Schreiben an den GöVB-Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf-Georg Köhler, SPD-Oberbürgermeister, gewandt.

GöVB-Betriebsleiter Thomas Zimmermann zeigte sich der Kritik gegenüber aufgeschlossen. Er gab zu, dass die GöVB-Vertreter, die an den Ortsratssitzungen im November und Februar teilgenommen haben, die damals geäußerte Kritik nur unzureichend weitergegeben hätten. Was die Überfüllung angehe, so habe die GöVB bereits größere Gelenkbusse angeschafft, die spätestens zum Fahrplanwechsel Mitte April einsatzfähig würden.

Um die anderen Kritikpunkte werde man sich kümmern. Wenn die Herberhäuser lieber eine Linie hätten, die zum Bahnhof führt, anstatt in die Innenstadt, könne dieses Anliegen in den Bauausschuss gegeben werden. Beides – Bahnhof und Innenstadt – sei allerdings nicht möglich. „Ich nehme Ihre Sorgen ernst“, so Zimmermann abschließend, „wir sollten gemeinsam nach Lösungen suchen – dafür komme ich auch gerne wieder in den Ortsrat.“

Von Hauke Rudolph

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