Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Strenge Auflagen für Paddler auf Göttinger Kiessee

Drachenboote trotzdem erlaubt Strenge Auflagen für Paddler auf Göttinger Kiessee

Auch künftig dürfen Wassersportler und Freizeitrudere den Göttinger Kiessee nutzen, aber sie müssen sich einschränken und dürfen künftig nicht mehr um die Insel herum fahren. Damit sollen die Vögel auf dem Wasser und in Ufernähe besser geschützt werden.

Voriger Artikel
Neue Tafeln für historische Häuser in Göttingen
Nächster Artikel
Zehn Tage Party in Nordhessen
Quelle: Vetter

Göttingen. Darauf haben sich Naturschützer mit Vertretern der Wassersportvereine, Universität und Stadtverwaltung nach mehreren Krisengesprächen geeinigt. Und nach einer zuvor geheim gehaltenen Testfahrt am Dienstagnachmittag mit einem 12,50 Meter langen Drachenboot.

Mit der Aktion wollten die Beteiligten feststellen, ob so große Boote so hohe Wellen erzeugen, dass Nistplätze im Schilf gefährdet werden. Das für alle Beteiligten überraschende Ergebnis: So gut wie keine Welle, selbst bei voller Fahrt nicht.

Folge: Die Vogelschützer geben ihren bisherigen Widerstand gegen Drachenboote unter weiteren Auflagen auf. Pläne für zwei fest stationierte Boote und jährliche Drachenbootrennen hatten die Diskussion um Wassersport und Vogelschutz am Kiessee ausgelöst.

Freizeit- oder Schutzgebiet?

Mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes (FNP) soll auch erstmals ein Landschaftsplan erstellt werden. In dem von der Verwaltung vorgelegten Siedlungskonzept Göttingen 2025, das die Grundlage für den Entwurf des FNP darstellt, sieht die Verwaltung den Kiessee als eine von von neun Flächen, die aus dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) entlassen werden sollen.

„Soll der Kiessee der Freizeit dienen oder ist er Teil des LSG“, hatte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) bei der Vorstellung des Konzeptes im März gesagt. Ihm sei „sehr wichtig“, dass das Thema diskutiert werde. Derzeit ist der Kiessee als Gebiet mit „besonderer“ Bedeutung für Tierwelt und Artenschutz eingestuft. mib

Mehr in Kürze an dieser Stelle

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016