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Studentenwerk Göttingen installiert 7500 Anlagen

Dicke Luft um Rauchmelder Studentenwerk Göttingen installiert 7500 Anlagen

Das Studentenwerk Göttingen stattet seine Wohnheime mit Rauchmeldern aus. Ab dem 27. Juli soll die Installation der rund 7500 Geräte beginnen, um Vorgaben der Bauordnung nachzukommen. Mehrere Wohnheime, in denen Studenten bereits selbst Melder installiert hatten, haben Widerspruch eingelegt.

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Quelle: dpa

Göttingen. In einer Rundmail an seine Mieter hat das Studentenwerk Ende Juni bereits angekündigt, dass nach Abschluss der Rauchmelder-Installation über eine Kostenverteilung auf die Mieten entschieden werde. Der Geschäftsführer des Studentenwerks, Jörg Magull, gibt die Anschaffungskosten pro Rauchmelder mit 25 Euro an. Hinzu kommen Installationskosten für eine externe Firma und Kosten für die vorgeschriebene jährliche Wartung und deren Dokumention. Magull schätzt, dass sich die Mieterhöhungen auf ungefähr zehn Euro pro Jahr und Wohnheimplatz belaufen werden.

 
Gegen die Installation der Rauchmelder haben nach Auskunft der Wohnraum Initiative in dieser Woche bereits mehr als zehn kleine Wohnheime widersprochen.

 
„Die Wohnheime, die schriftlich Widerspruch gegen das geplante Verfahren eingelegt haben, haben bereits selbst vor einiger Zeit Rauchmelder gekauft und installiert. Diese sind entsprechend der diesbezüglichen Ordnungen und Industrienormen angebracht. Auch die Wartung wird von den Wohngemeinschaften selbstständig durchgeführt“, erklärte eine Sprecherin der Initiative. Diese „Kultur der Selbstverwaltung“ wollen die Wohnheime beibehalten. Auch komme es für sie nicht in Frage, „sämtliche Rauchmelder wieder zu demontieren und zu verschrotten, um sie anschließend durch teure Rauchmelder des Studentenwerks ersetzen zu lassen“, erklärte sie weiter.

 
Aber das sieht das Studentenwerk vor: „Alle derzeit vorhandenen, eigenen, beziehungsweise von der studentischen Selbstverwaltung angebrachten Rauchwarnmelder sind bis zum Montagezeitpunkt selbstständig zu demontieren! Vorgefundene Rauchwarnmelder werden ansonsten durch den Hausmeister oder Monteur entfernt“, heißt es in der Rundmail.

 
„Die Installation und die Kontrolle der Rauchmelder ist derzeit Sache des Vermieters“, sagt Magull. Die niedersächsische Bauordnung lasse da in Paragraf 44  keinen Spielraum. Ob diese Verpflichtung auf den Mieter abgewälzt werden könne, sei rechtlich nicht geprüft. Magull bestätigt, den Widerspruch der Wohnheime bekommen zu haben.

 
Für die Sprecherin der Wohnrauminitiative steht weiterhin fest: „Diese Mieterhöhung durch die Hintertür werden wir nicht mitmachen. Unsere Wohnheime bleiben bezahlbar.“

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