Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Stupa der Uni Göttingen kommt nicht zur Ruhe

„Unglücklich, polemisch und unpräzise“ Stupa der Uni Göttingen kommt nicht zur Ruhe

Das Studierendenparlament (Stupa) der Uni Göttingen kommt nicht zur Ruhe. Nachdem Anfang März eine Koalition von ADF (Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder), RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) und Unabhängigen den neuen Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) erst nach viel Ärger wählen konnte, geht der Streit in die nächste Runde.

Voriger Artikel
Führung durch die Wasserwerk Springmühle in Göttingen-Grone
Nächster Artikel
Ölspur auf A7 bei Göttingen sorgt für Stau im Südkreis
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Stein des Anstoßes: Die angestrebte Neugründung eines studentischen Dachverbandes. Der bisherige Dachverband, der „freie zusammenschluss von studentInnenschaften“ (fzs), ist dem RCDS schon länger ein Dorn im Auge. Zu links sei dieser, und außerdem würde er sich viel zu sehr mit politischen Themen beschäftigen, statt sich um studentische Belange zu kümmern. Der mittlerweile beschlossene Austritt aus dem fzs sowie die Gründung eines neuen Dachverbandes war daher Grundvoraussetzung für den RCDS, überhaupt in eine Koalition einzutreten.

Die Neugründung des Dachverbandes wird indes vom neuen Außenreferenten, Lukas Oskar Voß (RCDS), vorangetrieben. In einer E-Mail an zwei andere ASten im Bundesgebiet bezeichnete er den fzs als „Quatsch- und Labergremium“, welches sich zerfranst habe und nicht mehr „auf Linie“ zu bringen sei. Des Weiteren wirbt Voß für einen neuen Dachverband, aus dem laut seiner E-Mail „basisdemokratisches Gedöns“ rausgehalten werden sollte, damit die „Linken sich diesen Verband nicht zum Opfer machen können“.  Von der Opposition im Stupa darauf angesprochen, bestritt Voß, eine solche E-Mail geschickt zu haben.

Auf Tageblatt-Anfrage erklärte er, dass er nicht vorsätzlich die Unwahrheit vor dem Parlament gesagt habe. Vielmehr sei dies einem unglücklichen Umstand geschuldet. Die E-Mail sei von jemand anderem vorformuliert worden und er habe sie versendet, ohne sie vorher noch einmal zu lesen, so Voß. Die Formulierungen in der E-Mail nennt er „unglücklich, polemisch und unpräzise“. Ein Versehen also? Die Opposition sagt nein. Die Jusos haben sogar angekündigt, bei der nächsten Stupa-Sitzung ein konstruktives Misstrauensvotum gegen den Außenreferenten anzustreben.

bk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Thema des Tages: Steinträume aus der Toskana