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Göttinger Johanniskirche erneuert Altar, Kanzel und Lesepult Suche nach Sponsoren

Der Ahorn-Altar ähnelt ausgebreiteten Armen. Die Kanzel ragt wie eine Brücke vom Chorraum zwei, drei Schritte ins Kirchenschiff hinein. Die Leipziger Künstler Agnes Gensichen und Markus Zink stellten am Sonntag ihren Entwurf für die sakrale Einrichtung der Göttinger St.-Johannis-Kirche vor.

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Blick in die spätgotische Hallenkirche St. Johannis.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Neben dem Altar und der Kanzel haben die Künstler noch ein Lesepult entworfen. Kanzel und Pult greifen die einladende Geste des T-förmigen Altars auf. Alle drei passen sich der schlichten, sachlichen Gestaltung des 2014 renovierten Chorraumes an. „Das helle Ahornholz verbindet den hellen Ton der Wände mit dem dunklen Sandstein des Bodens und dem punktuell in Rot gestalteten Altarraum“, erläutert Gensichen.

Die Leipziger haben auch eine Idee, wie sich die Blicke vom Altar hinauf zum großen Kirchenfenster mit der Kreuzigungsszene lenken lassen. Goldfarbene Säulen, die wie Sonnerstrahlen wirken, deuten ein Tor zum Himmel an.

Mit ihren Entwürfen setzten sich die Künstler bereits vor einem Jahr bei einem Wettbewerb durch, zu dem noch zwei weitere Teilnehmer antraten. Der Jury gehörten neben Gemeindemitgliedern Vertreter der landeskirchlichen Denkmalpflege sowie der Göttinger Universität an. Seither haben die Leipziger bei mehreren Treffen vor Ort die Pläne konkretisiert.

Der Altar lässt sich mit vier Männern anheben. So kann bei Chorauftritten Platz geschaffen werden. Der Altar verfügt zudem, anders als bisher, über eine integrierte Taufschale. Die Kanzel steht auf Rollen und ist beweglich.

„Die Umsetzung der Pläne kostet 100000 Euro“, sagt Renate Just, die dem Kirchenvorstand vorsitzt. 20000 Euro habe die Gemeinde, die die Finanzierung selbst stemmen müsse, bereits angespart. Weitere Gelder würden nun bei Stiftungen und Gemeindemitgliedern eingeworben. Auch beim Kirchenkreis und der Landeskirche wolle St. Johannis Anträge stellen. Just hofft, dass noch in diesem Jahr das Geld zusammenkommt.

„Nach dem Reformationsjahr 2017 ist dann die Renovierung des Kirchenschiffs geplant“, kündigt Just an. Diese werde weitere drei Millionen Euro kosten.

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