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Südniedersachsen ist landesweite Waschbärenhochburg

Raubtiere sehr verbreitet Südniedersachsen ist landesweite Waschbärenhochburg

Südniedersachsen ist ein beliebter Lebensraum für Waschbären geworden. Nirgendwo in Niedersachsen gibt es so viele Exemplare dieser Tierart wie in den Landkreisen Göttingen und Northeim.

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Quelle: Steffen/dpa

Göttingen. Das geht aus dem neuen Landesjagdbericht hervor. Demnach wurden im vergangenen Jagdjahr von April 2013 bis März 2014 in Niedersachsen 8414 Waschbären geschossen. Landesweiter Spitzenreiter war der Landkreis Göttingen, dort wurden 1640 Waschbären erlegt. Die zweithöchste Jagdstrecke gab es im Landkreis Northeim, wo 1491 Waschbären geschossen wurden.

Darüber allerdings  wäre man in Hessen wohl froh. Im benachbarten Landkreis Kassel brachten die Jäger im gleichen Zeitraum  fast doppelt so viele, nämlich 2825 Waschbären zur Strecke. Noch mehr waren es im Jahr zuvor, 3638 erlegte Waschbären haben die Jäger damals erlegt. „Wir gehen davon aus, dass im aktuellen Jagdjahr in etwa so viele Tiere geschossen werden, wie in der Saison zuvor“, sagt Harald Kühlborn, Sprecher im Kreishaus Kassel.

Frei lebende Waschbären gibt es erst seit 1934 in Deutschland. Damals setzte das Forstamt Vöhl am hessischen Edersee einige Exemplare aus. Seitdem haben sich die aus Nordamerika stammenden Tiere stark ausgebreitet. Die größte Waschbärendichte gibt es in Nordhessen, inzwischen haben sie sich aber auch in Südniedersachsen breit gemacht. Vor allem in den vergangenen zehn Jahren war ein rasanter Anstieg der Population zu verzeichnen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den niedersächsischen Landesjagdberichten wieder. Vor drei Jahrzehnten spielte der Waschbär darin kaum eine Rolle. Seit Mitte der 1990-er Jahre hat sich die Zahl der erlegten Tiere kontinuierlich gesteigert.  Es sei damit zu rechnen, dass sich der Waschbär auch nach Norden weiter verbreiten werde, sagt der Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Manfred Böhling.

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