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Sven Austen siegt beim Pangea-Mathewettbewerb

Mathe-Freak? „Auf keinen Fall“ Sven Austen siegt beim Pangea-Mathewettbewerb

„Nein“, sein Lieblingsfach ist es nicht. „Mathe macht mir Spaß, aber es gibt auch andere schöne Fächer“, sagt Sven und fügt sofort hinzu: „zum Beispiel Sport.“ Joggen ist eigentlich seine große Leidenschaft – und die Klarinette. „Nein“, versichert der 13-Jährige noch einmal,  ein Mathe-Freak ist er „auf keinen Fall“.

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Spaß an Zahlen und Musik: Mathe-Sieger Sven Austen mit Klarinette.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Sven Austen hat neben anderen Hobbys „einfach nur Spaß an Zahlen und kniffligen Aufgaben“. So viel Spaß, dass er beim Pangea-Mathewettbewerb mit den meisten Punkten in seiner Altersklasse die Goldmedaille bekam – gegen Zigtausende von Konkurrenten. Sven ist der beste Mathematiker unter den Siebtklässlern in Deutschland und zehn weiteren Ländern Europas.

Dass er so weit kommen würde und eine Goldmedaille bekommt, damit hat Sven nicht gerechnet: „Ich war schon überrascht, dass ich zum Finale nach Berlin fahren musste.“ Er sagt „musste“.

Aber wenn er dann begeistert von den kniffligen Aufgaben und Begegnungen mit anderen Finalisten in der Bundeshauptstadt erzählt, schwingt doch Stolz in seiner Stimme mit. Angespornt von seinem Lehrer und den Übungen in der Mathe-Förder-AG am Otto-Hahn-Gymnasium, hat er „einfach mal mitgemacht“.

Vorbereitet „nicht mehr als üblich – also eigentlich gar nicht“

Blut geleckt hatte Sven allerdings schon im vergangenen Jahr: mit einem vierten Platz auf Landesebene bei der Mathe-Olympiade.

Besonders vorbereitet hat sich Sven auf das jetzige Pangea-Finale trotzdem „nicht mehr als üblich – also eigentlich gar nicht“. Nur die Übungsaufgaben aus der AG hat er regelmäßig gelöst. Und dann hatte er bei einer Prüfung zur Endausscheidung in Berlin noch ein bisschen Glück: Nach der Teilnahme bei der Mathe-Olympiade bekommt Sven monatlich Übungsaufgaben zugeschickt.

Eine davon hat er im Zug nach Berlin gelesen („Ich war eh’ grad mathematisch im Kopf“) und konnte „die Lösungsstrategie dann gut gebrauchen“.

Multitalent

Seine Freunde sind von Svens Erfolg „beeindruckt, aber keiner sieht mich als Angeber“. Vielleicht, weil seine Hauptinteressen woanders liegen: Der 13-Jährige läuft, inzwischen auch bei Wettkämpfen. Und er spielt Klarinette. Schon darum freut er sich in dieser Woche auf die Orchester-Stunden in der Schule, „das macht am meisten Spaß“.

Zuhause spielt er „am liebsten nach, was ich grad höre, und bringe es dann in Noten auf Papier“. Das kann alles mögliche sein, „nur Klassik nicht so gerne“. Ob Sport, Musik oder sein Mathe-Talent Sven später auch bei der Berufswahl leiten werden, weiß er „eigentlich noch nicht“. „Ich sehe, was ich dann gut kann und was kommt.“

Drei Mathe-Medaillen und ein Europa-Sieg

Göttingen/Berlin. So stark sind nur wenige Städte und Schulen beim europaweiten Pangea-Mathematikwettbewerb vertreten: gleich drei Finalisten, die im Wettstreit mit 70 000 Schülern aus ganz Deutschland drei Medaillen mit nach Hause bringen.

Sven Austen (Klasse 7B),  Jasper Krieg und Marcel Hellwig  (10B) vom Göttinger Otto-Hahn-Gymnasium haben nach erfolgreichen Vor- und Zwischenrunden jetzt auch beim Finale in Berlin gezeigt, dass sie knifflige mathematische Probleme besser lösen können als die meisten anderen in ihrer Altersklasse.

Jasper erkämpfte sich bei den schriftlichen und mündlichen Prüfungen eine Bronzemedaille, Marcel wurde mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Ganz oben landete Sven: Er ist der beste Mathematiker unter den Siebtklässlern – in Deutschland  und in Europa. Denn erstmals haben in den Klassenstufen fünf bis sieben zehn weitere Länder wie Italien, Polen und Dänemark am Pangea-Wettbewerb teilgenommen.

Der Wettbewerb wird vom „Academy Verein für Bildungsberatung“ und dem Mathematikum Gießen organisiert. Er soll Schüler aus unterschiedlichen Orten, Gesellschaftsschichten und Bildungsniveaus zusammenbringen und für die Mathematik begeistern.

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