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Sven Grünewald neuer Ressortleiter „Regionale Wirtschaft“ beim GT

Abschied von soz Sven Grünewald neuer Ressortleiter „Regionale Wirtschaft“ beim GT

Sven Grünewald wird neuer Leiter des Ressorts „Regionale Wirtschaft“ beim Göttinger Tageblatt. Der 38-Jährige tritt am 15. März die Nachfolge von Hanne-Dore Schumacher an, die in den Ruhestand geht.
Grünewald war seit 2008 Chefredakteur des Regional-Journals  „Regjo“.

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Quelle: Vetter

Von 1998 bis 2004 studierte er an der Universität Göttingen Skandinavistik, Ägyptologie und Politikwissenschaft. Sein Magister-Studium schloss er mit der Note sehr gut ab. Von 2005 bis 2008 arbeitete Grünewald als Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Philosophischen Fakultät an der Universität Göttingen und als stellvertretender Chefredakteur der Studierendenzeitschrift „asta revista“. 2008 gründete er zudem das Campus-Fernsehen „cut.tv“.

In den Jahren 2011 und 2012 gewann der gebürtige Wolfsburger den Alexanderpreis für journalistische Arbeiten der Alexanderstiftung Göttingen. Seit 2012 ist er Jury-Mitglied der Alexanderstiftung.

„Die qualitative Profilierung des GT ist sichtbar und bietet die Chance für gleichsam neue Akzente im Wirtschaftsbereich. Und das GT ist nunmal die Instanz für das lokale Geschehen“, begründet Grünewald seine Entscheidung für das Göttinger Tageblatt. Südniedersachsen biete „eine unglaublich spannende Mischung aus Unternehmen in hochspezialisierten Branchen und einer nicht minder vielfältigen Wissenslandschaft“, sagt der 38-Jährige. „Da geht was und da wird zukünftig sicher noch mehr gehen, wenn diese Potenziale stärker genutzt werden.“ Zudem komme mit dem Südniedersachsenprogramm gerade ein frischer Wind auf, der die Region deutlich voranbringen könne.

„Das sind gute Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung.“ Diese journalistisch-kritisch zu begleiten, stelle einen Glücksfall dar und verspreche jede Menge Abwechslung. „Sven Grünewald passt genau in das Anforderungsprofil des Wirtschaftsressorts. Er kennt Göttingen, die Unternehmen und die Universität. Und er wird sicherlich viele neue Ideen mitbringen, von denen unsere Leser profitieren werden“, freut sich Chefredakteur Uwe Graells über die neue Personalie. „Auch seine Magazinerfahrung wird uns helfen, Produkte zu entwickeln und das GT noch stärker in der Wirtschaft zu verankern."

soz, das liebenswerte GT-Gesicht

Diese Frau hat alles richtig gemacht. Beruflich auf jeden Fall. Nach knapp 30 Jahren hat sich Hanne-Dore Schumacher am Freitag vom Tageblatt in Richtung Ruhestand verabschiedet, und alle, die zu ihrem letzten Arbeitstag erschienen waren, haben das zutiefst bedauert.
Schumacher und Ruhestand...

Wenn etwas geeignet ist, das Klischee vom - so oder so - gemeinen deutschen Rentner restlos zu zerstören, dann diese Vorstellung: Schumacher im Ruhestand. Drei Jahrzehnte war „soz“ das liebenswerte Gesicht des Tageblatts. Laut, fröhlich, gelegentlich schrill. Laut, ohne die leisen Töne zu vernachlässigen. Fröhlich, ohne oberflächlich zu sein. Schrill, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass Redakteure in der Regel nicht zu den Frohnaturen gehören, die in aller Frühe schon in karnevalistischer Bestform auftreten.

„Lebensprall“ hat Hermann Hillebrecht, großartiger Vorgänger des Autoren, das genannt. Das galt auch für den Kontakt „nach draußen“. Hanne-Dore Schumacher hat die „Regionale Wirtschaft“ von einem Ein-Personen-Stück zu einer Marke werden lassen. Dass die Tageblatt-Ausgaben in Göttingen und im Eichsfeld so gut in der regionalen Wirtschaft vernetzt sind, haben wir vor allem ihr zu verdanken. Vernetzung hieß dabei allerdings nicht Kumpanei. Eine gerade Furche pflügen und auf Augenhöhe mit den Lesern als unseren Kunden - das haben viele Volontäre und auch ausgebildete Kollegen von „soz“ lernen können.

Für uns, die „Neuen“ in der Chefredaktion, war Hanne-Dore Schumacher ein Glücksfall. Ungetrübte Freude. Mancher Fettnapf wäre unserer gewesen, wenn „soz“ uns nicht vorher gebrieft hätte. Crash-Kurs in Sachen Südniedersachsen, warnende Worte, die Bereitschaft, auch am Ende des Arbeitslebens noch Neues anzugehen und ein bedingungsloser Einsatz bis zum letzen Arbeitstag. Wäre sie am Freitag, dem 13., noch übers Wasser gelaufen, hätte sich an der Dransfelder Straße auch niemand gewundert. Jedenfalls nicht in der neuen Chefredaktion.

Und nun: Ruhestand. Hanne-Dore Schumacher als Rentnerin. Ach was. Wenn die Frau einen Gartenzwerg besitzt, sieht der todsicher aus wie Mick Jagger.

Von Christoph Oppermann

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