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Alle (zwei) Jahre wieder

TÜV-Statistik Alle (zwei) Jahre wieder

71,4 Prozent aller Autos, die 2016 an der TÜV-Station in Duderstadt geprüft wurden, haben sofort eine neue Plakette bekommen. An den TÜV-Stationen in Göttingen waren es 67,5 Prozent. Das besagt die neue TÜV-Nord-Jahresstatistik.

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Unter der Lupe: Ein Auto bei der Tüv-Abnahme in Duderstadt.

Quelle: Arne Bänsch

Duderstadt/Göttingen. So schaffen es in Duderstadt beim ersten Anlauf durchschnittlich mehr Autos durch die alle zwei Jahre anstehende Tüv-Untersuchung als in Göttingen – und das obwohl Durschnittsalter und Kilometerstand der Duderstädter Fahrzeuge über dem Göttinger Durchschnitt liegen: 10,2 Jahre ist der durchschnittliche Pkw, der an einer Göttinger Tüv-Station geprüft wird, 108 000 Kilometer hat er auf dem Tacho. Das Duderstädter Auto ist im Durchschnitt 10,3 Jahre alt und hat 118 000 Kilometer auf dem Buckel.

Duderstadt: 28,6 Prozent mit erheblichen Mängeln

Für alle Tüv-Nord-Stationen übergreifend habe sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln aber schon das vierte Jahr in Folge verringert, heißt es in der Statistik. In Duderstadt hatten 28,6 Prozent der Wagen erhebliche Mängel. Ein Pkw war absolut verkehrsunsicher – bekam also auch in der Nachprüfung keine Plakette, teilt der Tüv mit. In Göttingen waren es 32,5 Prozent der Fahrzeuge, die in die Nachuntersuchung mussten, zehn Pkws stellten sich als absolut verkehrsunsicher heraus.

„Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten“, sagt Alexander Steinmetz, Leiter der Tüv-Station in Duderstadt. Er betonte auch, dass sich die Autofahrer in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge kümmerten.

Platz eins der Mängelliste: „Licht und Elektrik“

Trotzdem steht auf Platz eins der Mängelliste bei den Tüv-Untersuchungen „Licht und Elektrik“, gefolgt von „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“. Zwar sei die Quote im Bereich Licht und Elektrik gesunken, trotzdem sei dies noch Fehlerquelle Nummer eins, die zu einer Nachprüfung führt – und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen sei, wie es in der Statistik heißt. Markus Brechler, Leiter einer der Tüv-Stationen in Göttingen, sagt deshalb: „Besonders freuen würde es uns, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird.“

Was nicht überrascht: Je älter die Fahrzeuge bei ihrem Tüv-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen Tüv-Nord-Zahlen belegen, dass sich bei der ersten Hauptuntersuchung im Alter von drei Jahren bei 5,8 Prozent der Fahrzeuge erhebliche Mängel finden. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 11,1 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 30,1 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen, bevor sie im zweiten Anlauf die Plakette erhalten.

Mit Jahreswechsel ändert sich die Farbe der fälligen Plaketten

Einen sinnvollen Hinweis für alle, bei denen noch 2017 die Tüv-Untersuchung fällig ist, gibt die Statistik ebenfalls: Sie sollten noch in diesem Jahr einen Termin machen, denn mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändere sich die Farbe der fälligen Plaketten von Rosa auf Grün und so sei zum Beispiel für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der Tüv-Termin überzogen wurde.

Von Hannah Scheiwe

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