Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Tag der offenen Tür des Heimatvereins Groß Schneen

Schnurrbart-Tasse und rätselhafte Keile Tag der offenen Tür des Heimatvereins Groß Schneen

Gegenstände aus der ländlichen Hauswirtschaft sowie der Landwirtschaft gab es am Sonnabend am Tag der offenen Tür der historischen Sammlung in Groß Schneen zu sehen gegeben. „Wir werden nahezu überrannt“, sagte Gudrun Blank-Vollmer vom Heimatverein angesichts von weit mehr als 400 Besuchern.

Voriger Artikel
Dorfgemeinschaftshaus Bonaforth soll erhalten bleiben
Nächster Artikel
Kakerlakenbefall im Hagenweg 20 in Göttingen

Chor Groß Schneen singt zum Tag der offenen Tür des Heimatvereins.

Quelle: Theodoro da Silva

Groß Schneen. Die waren von den rund 2500 Ausstellungsstücken sichtlich fasziniert, zumal so mancher sich an den Gebrauch des einen oder anderen Objekts noch selbst erinnern konnte.   

Zum Beispiel Helga Blank: „Damit durfte ich als kleines Mädchen Taschentücher bügeln“, berichtet die 83-Jährige und zeigt auf ein Miniaturbügeleisen mit Holzgriff. Auch Andreas Jühne hat ein ihm bekanntes Utensil erspäht: „Mit so einer Haarschneidemaschine ist der Friseur in meiner Kindheit von Haus zu Haus gegangen“, erinnert sich der 58-Jährige. Das Schneiden sei jedes Mal ein Drama gewesen: „Meistens waren die Klingen stumpf, und es hat ordentlich wehgetan.“

Die Ausstellungsstücke haben die Mitglieder des Heimatvereins allesamt ordentlich katalogisiert, und zwar mit Hilfe einer professionellen Museums-Software, die sie vor drei Jahren angeschafft haben. Es sind einige ausgesprochen kuriose Gegenstände dabei, beispielsweise eine Schnurrbart-Tasse von 1900, die mit einem Aufsatz versehen ist, der die Manneszier beim Kaffee-Trinken vor dem Nasswerden schützte.

Von einigen Gegenständen ist nicht klar, wie sie funktionierten, zum Beispiel der Einkochflaschen-Verschlussmaschine. Und von ein ganz paar Objekten weiß weder der Heimatverein noch sonst jemand, wozu sie überhaupt gut waren, wie den zwei zusammengebundenen gusseisernen Keilen mit Löchern: „Die sind uns ein absolutes Rätsel“, sagt ein ratloser Friedrich Vollmer.

Von Hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel