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Tag des Dorfes

Hemeln Tag des Dorfes

Hemeln ist vor 1175 Jahren erstmals urkundlich erwähnt worden. Das feiert der Ortsteil von Hann. Münden in diesem Jahr. Am Pfingstsonntag ist ein Tag des Dorfes geplant.

Der fränkische Kaiser Ludwig der Fromme war großzügig. 834, vor 1175 Jahren, schenkte er den „Weiler unseres Rechtes“ Hemlion (Hemeln) mit all seinen Menschen, Tieren und Häusern dem Kloster Corvey. Das berichtet Walter Henckel in der Chronik, die anlässlich des Jubiläums erschienen ist. 

Tapfer hatten sich die Weseranrainer gegen den Vormarsch der Franken gewehrt. Doch bereits 772 eroberten Soldaten Karls des Großen die Fliehburg Hünengraben, die um 700 an der Weser entstanden war. 784 rückte der Franke erneut mit mächtigem Heer an. Diesmal hinderte ihn jedoch ein Weserhochwasser am Übersetzen. Im Zuge der Sachsenkriege fiel schließlich auch Hemeln an das Frankenreich. 

Mit den fremden Herrschern kam das Christentum. Um 850 waren auch die letzten Hemelner zum Christentum bekehrt worden, schreibt Henkel. Die jährliche Abgabenlast, den die elf Höfe zu entrichten hatten, kennt er auch: jeweils 40 Scheffel Gerste, Weizen und Hafer sowie vier Schweine, drei Schafe und acht Dinare. Um 1175 errichteten Bauleute des Klosters Corvey in Hemeln eine Kirche aus Buntsandstein. Zum Gotteshaus gehört ein Wehrturm, der sich mit seinen schlanken romanischen Säulen bis heute erhalten hat. 

Um 1200 errichtete Corvey im Bereich des Dorfes ein Vorwerk (einen Gutshof). Es sollte die an der Weserfurt im Bau befindliche Burg mit Lebensmitteln versorgen. Die Bramburg war ab 1222 bewohnbar. Die Eigentümer wechselten mehrfach. Später lebten dort Raubritter. Zweimal wurde sie zerstört.  

Geld oder Feuer

1542 hielt die Reformation in Hemeln Einzug. Der Dreißigjährige Krieg erreichte 1625 den Ort. Wer das Ersparte nicht herausgab, dem wurde das Haus angesteckt. Zwölf Gebäude gingen in Flammen auf. Die Soldaten verwüsteten die Kirche und raubten die Glocken.  

Der Tag des Dorfes beginnt am Sonntag, 31. Mai, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Dreschschuppen. Um 11 Uhr wird die Festmeile eröffnet. Bis 18 Uhr stellen sich alte Handwerksberufe vor. Es gibt Theatervorführungen und Musik. Der Frühschoppen am Pfingstmontag, 1. Juni, findet von 10 bis 14 Uhr im Dreschschuppen statt. Es spielt der Musikexpress. 

Von Michael Caspar

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