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Tageblatt-Film: „Die 50er Jahre in Göttingen“

Premiere am 26. September im Stern Tageblatt-Film: „Die 50er Jahre in Göttingen“

Eine Zeitreise in das Göttingen des ersten Nachkriegs-Jahrzehnts bietet die Tageblatt-Filmproduktion „Die 50er Jahre in Göttingen“. Sie liefert rund 40 Minuten lang Impressionen aus jener Zeit. Fotos und Filme unserer Leser bilden die Grundlage für diese stadthistorische Dokumentation.

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Zieht 100 000 Beuscher in die Stadt: 1000-Jahr-Feier 1953.

Quelle: Rüdiger

Obwohl Göttingen von den Bomben während des Krieges weitgehend verschont geblieben ist, leiden die Menschen auch hier. Doch mit der Währungsreform kommt das Wirtschaftswunder in Gang: Endlich stehen wieder Waren in den Regalen und die Göttinger gehen einkaufen. Ob im Modehaus Templin in der Weender Straße oder bei Diekmann am Markt: Die neuen Trends, ob Nylonstrümpfe oder stabile Mieder, sind wichtig. In der Nylonvitrine in der Theaterstraße in Göttingen zeigt eine „Lebendige Schaufensterpuppe“, wie man die Nylonstrümpfe unbeschadet an- und wieder auszieht. Erste Schönheitswettbewerbe werden ausgeschrieben und die Miss Göttingen gewählt.

Und natürlich wollen sich die Göttinger nach den entbehrungsreichen Kriegsjahren auch wieder amüsieren. Wie heute stehen in den 50er Jahren Ausflüge zum Rohns oder zum Kehr hoch im Kurs, ebenso wie kulturelle Veranstaltungen im Kaiser-Wilhelm-Park. Und ebenso wie heute schickt man die Kinder auf die Stolle bei Dahlenrode: Zum Wandern, Spielen und zum Sporttreiben. 1955 wird in Göttingen das ersten Landesturnfest nach dem Krieg gefeiert. 15000 Turner kommen nach Göttingen und messen sich bei Wettkämpfen. Das Schützenfest dauert 1952 noch zehn Tage. Doch die Großveranstaltung des Jahrzehnts ist die 1000-Jahr-Feier der Stadt Göttingen 1953: Rund 100 000 Besucher kommen in die Stadt, um den riesigen Festumzug zu sehen, der sich zweieinhalb Stunden durch die Göttinger Innenstadt schlängelt und Stationen der Stadtgeschichte darstellt.

In den 50er Jahren ist Göttingen die Filmstadt Westdeutschlands. Bekannte Stars wie Heinz Erhardt, Winnie Markus, Nadja Tiller oder Walter Piller drehen in den Studios der Göttinger Aufbaugemeinschaft Film, der späteren Filmaufbau Göttingen GmbH, auf dem Gelände des Flugplatzes in Grone. Premiere feiern viele dieser Film in einem der zahlreichen Göttinger Kinos, wie dem Stern in der Sternstraße. Hier wird auch am Sonntag, 26. September, um 12 Uhr die Premiere des Tageblatt-Film „Die 50er Jahre in Göttingen“ gefeiert.

Karten gibt es ab heute an der Abendkasse, in der Tageblatt Geschäftsstelle in Göttingen, Jüdenstraße 13c, und in Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 11, sowie im Stern-Filmtheater, Sternstraße 7, zum Preis von 2,50 Euro.

  DVD ab 27. September
  Die 40-Minuten-DVD „Die 50er Jahre in Göttingen“ mit umfangreichem Bonusmaterial gibt es ab Montag, 27. September, zum Preis von 14,90 Euro. Sie ist in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen und Duderstadt und bei der Premiere im Stern-Kino erhältlich.
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Filme von der Leine

Nicht nur wegen seiner Universität war Göttingen in den 50er Jahren bundesweit bekannt: Viele Filme, die damals in den Kinos Furore machten, wurden damals in der Leinstadt gedreht. Die meisten von ihnen waren Unterhaltungsfilme der eher seichteren Art, aber auch einige Klassiker des deutschen Nachkriegsfilms entstanden in Göttingen.

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