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Tageblatt-Hilfsaktion startet wieder mit Erbsensuppe

„Keiner soll einsam sein“ Tageblatt-Hilfsaktion startet wieder mit Erbsensuppe

Manche Menschen werden dauerhaft krank, verlieren ihre Arbeitsstelle, müssen sich um kranke Angehörige kümmern: Um ihnen in der Vorweihnachtszeit ein wenig Unterstützung zukommen zu lassen, wurde vor 41 Jahren die Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ gegründet. Seit dem engagieren sich Südniedersachsen für Südniedersachsen – sie helfen denen, die Hilfe brauchen.

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Keine Suppe ohne Sponsoren: Thomas Höhne, Erika Fandrey,  Thorsten Ruch und Martin Eisenacher (von links)  sind auch 2015 dabei.

Quelle: CH

Göttingen. Seit mehr als 40 Jahren gibt es die Tageblatt-Weihnachtshilfe „Keiner soll einsam sein“. Was im Jahr 1974 begann, wird auch in diesem Jahr wieder organisiert. Im Hintergrund wird bereits kräftig an den Vorbereitungen gearbeitet – auch die Unterstützer der Aktion sind bereit.

 
„Ich bin eigentlich von Anfang an mit dabei“, sagt Erika Fandrey vom gleichnamigen Fruchthandel. Sie unterstützt das große Erbsensuppenessen, das auch in diesem Jahr auf dem Göttinger Markt und im Kauf Park stattfinden wird. Fandrey ist natürlich für den Gemüseanteil in der Erbsensuppe zuständig. „Früher, da haben wir die Suppe noch für die Gulaschkanone der Bundeswehr auf den Zietenterrassen gekocht. Ach, das waren tolle Zeiten“, sagt sie. Die Kaserne ist längst Geschichte, die Hilfsaktion läuft noch immer mit großem Erfolg.

 
In diesem Jahr wird – wie auch schon im vergangenen Jahr – das Deutsche Rote Kreuz (DRK) für die traditionelle Erbsensuppe sorgen. Allein auf dem Markt gingen im vergangenen Jahr 1200 Liter davon über die Theke. Auch die Firma Tolle aus Rosdorf ist in diesem Jahr erneut am Start. Traditionell spendet der Fleisch- und Wurstwarenhändler die Schinkenwürfel für die Erbsensuppe.

 
Neben Schinken gehört auch Bauchfleisch in den deftigen Eintopf. Dafür ist – auch das ist Tradition – die Firma Börner-Eisenacher zuständig. Juniorchef Martin tritt dabei in die Fußstapfen von Frank-Walter Eisenacher. Und zu einem Teller Suppe passt natürlich immer ein Stücke herzhaftes Graubrot – aus dem Ofen der Feinbäckerei Ruch. Thorsten Ruch ist ebenfalls ein langjähriger Unterstützer der Tageblatt-Weihnachtshilfe. Gemeinsam mit vielen anderen Helfern sind auch im 41. Jahr der Aktion wieder einige Termine geplant. Alle Spenden kommen Göttingern zugute, die in Not geraten sind. Die Spenden kommen direkt vor Ort an.

 
Los geht es am Sonnabend, 7. November, auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus. An langen Bänken können dort alle eine Erbsensuppe genießen und mit dem Kauf Gutes tun. Die Zweite Gelegenheit zum Erbsensuppe löffeln gibt es eine Woche später, am Sonnabend, 14. November, im Kauf Park.

 
Das Göttinger Symphonie Orchester zählt ebenfalls zu den langjährigen Unterstützern der Hilfsaktion. Die Musiker treten am 18. November in der Stadthalle auf – der Erlös wird komplett gespendet.

 
Abschluss der Aktion ist die Feier am Heiligen Abend in der Stadthalle. Sie ist offen für alle Bürger der Stadt. Auch diejenigen, die sonst vielleicht allein feiern, können dort ein paar Stunden lang gemeinsam mit anderen Bürgern Weihnachten feiern.

 

Göttinger helfen gerne

 

Schon von Beginn an haben prominente Göttinger die Suppenkelle für den guten Zweck geschwungen  oder sich beim Offenen Heiligen Abend in der Stadthalle  engagiert. Auch 2015 sind wieder viele bekannte – und einige neue – Gesichter auf dem Marktplatz oder im Kaufpark mit von der Partie. Aber warum machen sie mit, was treibt sie an, Gutes zu tun?

 
Carsten Graf, Vorstandssprecher der PSD-Bank Braunschweig in Göttingen: „Ich bin dabei, weil ich neben unserer finanziellen Unterstützung gerne persönlich ehrenamtlich helfe.“

Dechant Wigbert Schwarze, Katholische Kirche: „Ich bin gerne bei der Aktion dabei, weil ich nicht nur an Weihnachten an Menschen in Not denke und weil ich es gut finde, dass es eine so große Gemeinschaftsaktion in Göttingen ist.“
Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Göttingen: „Diese traditionelle jährliche Aktion bringt Menschen zusammen, um gemeinsam zu essen und zu klönen. Das ist einfach schön und verbindet. Das Beste: die Erlöse werden für Gutes verwendet, deshalb beteilige ich mich gern mit der Schöpfkelle.“

 
Gabriele Andretta, SPD-Landtagsabgeordnete: „Ich unterstütze die Aktion ,Keiner soll einsam sein’, weil sie ein deutliches Zeichen gegen soziale Kälte und Ausgrenzung setzt.“

 
Andreas Gliem, Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen: „Ich löffele gerne mit, weil ich mich gerne für Menschen in unserer Region engagiere und Kraft meines Engagements auch niemand (m)ein Haar in der Suppe findet!“

 
Hans-Christian Reuß, Vorstandsvorsitzender Volksbank Göttingen: „Weil anpackendes bürgerschaftliches Engagement in einer sozialen Gesellschaft wichtig ist – und weil die Suppe lecker ist.“

 
Thomas Eberwien, Geschäftsführer der Volkshochschule Göttingen-Südniedersachsen: „,Keiner soll einsam sein’ ist eine wertvolle und gewachsene Tradition für Göttingen. Schon seit vielen Jahren helfen Göttinger Göttingern, die Unterstützung brauchen.  Als Teil von Göttingen unterstütze ich gerne die wichtige Hilfsaktion in der Vorweihnachtszeit.“

 
Frederike Breyer, Geschäftsführerin Pro City: „Ich bin gerne dabei, weil die Erbsensuppe zur Tradition in Göttingen gehört, damit soziale Hilfseinrichtungen unterstützt werden und ich mich freue, zum ersten Mal auch am Ausschank beteiligt sein zu dürfen.“

 
Jürgen Trittin, Bundestagsabgeordneter der Grünen: „Ich schöpfe gerne Suppe, weil es für den guten Zweck ist und ich zugleich mit Göttingern ins Gespräch komme.“

 
Jasmin Kaatz, Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen: „Ich schöpfe gern Suppe, weil ich die Atmosphäre beim traditionellen Suppenverkauf für den guten Zweck einfach klasse finde. Den Kontakt zu den anderen Helfern, den Suppenfans, die netten Gespräche und die Scherze am Rande, die sich beim eifrigen Schöpfen aus dem großen Topf ergeben, genieße ich wirklich sehr. Bei allem Spaß erinnert mich die Aktion aber auch jedes Jahr an ihren Sinn und Zweck. Führt sie doch vor Augen, wie viele Menschen es gibt, die Hilfe benötigen.“

 

Hilfe für die Region

 

Soziale Einrichtungen in der Region oder unbürokratische Hilfe für Einzelpersonen oder Familien in Not: Dafür werden die Spenden der Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ verwendet. Seit 41 Jahren gibt es diese Hilfe vor Ort. Spenden Sie mit:

SPENDENKONTEN
Sparkasse Göttingen DE78 2605 0001 0000 0004 22
Volksbank Göttingen DE04 2609 0050 0253 3774 00
Commerzbank DE04 2604 0030 0613 9000 00
Volksbank Mitte eG DE20 2606 1291 0050 5354 40
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