Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Tageblatt-Marktumfrage: Ist Amateurfußball unsexy?

"Ein sportpolitischer Analphabet" Tageblatt-Marktumfrage: Ist Amateurfußball unsexy?

Hans-Joachim Watzke, Chef des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, glaubt, dass der Amateurfußball selbst schuld an seiner Misere ist, weil er "unsexy" sei. Das Tageblatt hat die Besucher des Göttinger Wochenmarktes dazu befragt.

Voriger Artikel
Wettbewerb "Unser Dorf nutzt die Sonne" geht in entscheidende Phase
Nächster Artikel
20000 Euro für Sportfeld für Flüchtlinge in Göttingen
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. „Eigentlich bin ich BVB-Fan“, sagt Ingmar Matzen, „doch der Mann sollte lieber noch mal darüber nachdenken, was er da sagt“. „Wenn es keinen Amateurfußball gäbe, dann gäbe es auch keine Profis“, erklärt der Göttinger. Watzke könne so etwas von seinem Elfenbeinturm aus behaupten, doch sei der Amateurfußball sehr wichtig, sagt Matzen.

Ludwig Wendelin Pape kritisiert Watzkes Äußerung: „Der Mann hat doch keine Ahnung.“ Der Profifußball habe etwas Aufgesetztes, erklärt der Seeburger. „Amateurfußball kommt aus dem Herzen, und das ist doch der größte Gewinn“, erläutert er weiter. Beim Profifußball gehe es doch nur um das Finanzielle. Schließlich „beginnt die Karriere nicht im Ziel, sondern am Start, und der ist beim Amateurfußball“, betont Pape. Wenn Watzke das nicht verstehe, sei er „ein sportpolitischer Analphabet“.

Rebecca Schuster sieht die Lage anders: Den Amateurfußball treffe eine Teilschuld, sagt sie. Es werde wenig für den Eventcharakter gemacht. „Es ist immer das Ewiggleiche“, sagt die Göttingerin. Dem stimmt Christian Constein zu. „Das ist ein großer Punkt. Das Rahmenprogramm könnte besser gestaltet sein“, erklärt der Göttinger. Außerdem müsste bei der Jugendarbeit im Amateurfußball mehr gemacht werden, sagt Constein. In Göttingen sei besonders viel Geld „für neue Spieler verbrannt worden“.

bl

Christian Constein

Quelle:

Ingmar Matzen

Quelle:

Ludwig Wendelin Pape

Quelle:

Rebecca Schuster

Quelle:
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016