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Tageblatt gibt Tipps für die Hitzewelle

Höchstwerte bis 36 Grad Tageblatt gibt Tipps für die Hitzewelle

Es ist gerade einmal eine Woche her, da ist die Temperatur noch auf sechs Grad in der Nacht gesunken. Für Freitag, 7. August, sind Höchstwerte bis zu 36 Grad vorhergesagt. Der Jo-Jo-Sommer ist für mache Menschen eine Herausforderung. Hier ein paar Tipps, um gut durch die heiße Phase zu kommen.

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Vorsicht vor dem Stich

Ab in den Schatten: Denn stundenlange Sonneneinstahlung direkt auf den Kopf kann zu einem Sonnenstich führen. Kopfschmerzen und Schwindel sind die Folge. Grund dafür ist die hohe Temperatur (ausgelöst durch die Sonnenstrahlung), die eine Art Entzündungsreaktion im Gehirn auslöst. Gefährlicher ist ein Hitzschlag, der beispielsweise bei großer Anstrengung in der Hitze eintreten kann. Im Gegensatz zum Sonnenstich ist hier die Körpertemperatur deutlich erhöht, er muss sofort medizinisch behandelt werden.

Cool Food: die Kaltschale

Das Wort Kaltschale ist ja vollkommen aus der Mode geraten. Nein, nicht die Hopfenkaltschale. Echte Kaltschale ist ein leichtes, kühles Gericht, es besteht überwiegend aus Früchten. Rote Grütze geht als Kaltschale durch, das Original ist aber nicht auf Beeren festgelegt.

Kaltschale gibt es aus Aprikosen, aus Beeren, Kirschen, Melonen oder jedem anderen Obst – je nach Geschmack. Es gibt verschiedene Arten, die aufgekochten oder pürierten Früchte anzudicken. Schnell geht es püriert mit Buttermilch, ganz klassisch aufgekocht mit Sago, einem ebenfalls aus der Mode geratenem Stärkegranulat.

Warmes zum Kühlen

Die Bewohner heißer Gegenden verzichten häufig  auf eiskalte Getränke  und greifen zu warmen Tee. Dieser wirkt kühlend. Grund: Die Blutgefäße erweitern sich und leichtes Schwitzen setzt ein. Das wiederum bewirkt ein Abkühlen des Körpers. Tipp: Bei hohen Temperaturen einfaches Trinkwasser wählen, ein Getränk mit Kohlensäure schmeckt schnell schal. Normales Wasser löscht zur Not auch lauwarm noch den Durst.  

Schule darf selbst entscheiden

Nach einem Erlass des Niedersächsischen Kultusministeriums ist es jeder Schule individuell überlassen, ob sie ihre Schüler bei zu großer Hitze nach Hause schickt. Das gilt für Grundschulen und Schüler der Sekundarstufe eins, Schüler der Sekundarstufe zwei sind davon ausgenommen. Aber zum Glück sind ja Ferien.

Hitzefrei? Nicht im Job

Ein Recht auf Hitzefrei gibt es nicht.  Die deutsche Arbeitsstättenverordnung von 2004 sieht zwar vor, dass Arbeitgeber die Arbeitsräume so einrichten, dass die Arbeitnehmer „gegen Gefahr für Leben und Gesundheit soweit geschützt sind.

Was das heißt? Die Temperatur sollte 26 Grad nicht überschreiten.  Bei Temperaturen ab 30 oder 35 Grad und darüber soll der Arbeitgeber „geeignete Schutzmaßnahmen“ ergreifen. Einen  Rechtsanspruch auf klimatisierte Räume oder Hitzefrei gibt es nicht.

Lüften und lauwarm duschen

Wer es nachts eher kühl mag: Schlafräume sollten tagsüber dicht und dunkel sein. Gelüftet wird dann nur in den frühen Morgenstunden oder spätabends. Vor dem Schlafengehen empfiehlt sich eine lauwarme Dusche. Die Feuchtigkeit sollte man nicht ganz abtrocknen, sondern verdunsten lassen – das kühlt den Körper schön ab. Statt einer Dauendecke einfach ein Laken (oder gar keine Decke) nutzen.

Nicht im Wald rauchen

Die Hitze und Trockenheit der vergangenen Tage lassen die Waldbrandgefahr steigen. Für den Bereich Göttingen gibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Gefahrenstufe vier für Freitag an, fünf ist die höchste Stufe. Gleiches gilt für Moringen und Herzberg.

Also: Nicht in der Natur rauchen, nicht mit dem heißen Auspuff über trockenem Gras parken! Der DWD geht davon aus, dass die für Freitag vorhergesagten Gewitter genug Regen bringen, am Sonnabend wird die Waldbrandgefahr nur noch mit eins, der niedrigsten Stufe angegeben.

Leberwurst-Eis für Vierbeiner

Im Auto haben Tiere bei Sonneneinstrahlung und schweißtreibenden Temperaturen nichts zu suchen. Hundespaziergänge sollten auf den Morgen und in die Abendstunden verlegt werden. Ausreichend frisches Trinkwasser ist grundsätzlich Pflicht, nicht nur bei Hitze. Mancher Vierbeiner freut sich vielleicht über einen kleinen Würfel Hunde- oder Katzeneis aus Eigenproduktion. Brühe und Leberwurst oder Thunfisch (öhne Öl!) und Wasser gut vermengen und in Silikonförmchen einfrieren. PS: Vorsicht bei Hunden, die zum Schlingen neigen: Eis streng rationieren und aus der Hand füttern…

Ein Espresso für die Arme, bitte!

Abkühlung, die auch am Arbeitsplatz funktioniert: der so genannte Kneippsche Espresso. Für dieses Armbad werden die Unterarme bis zu den Ellenbogen in sehr kaltes Wasser gehalten für etwa 30 Sekunden. Danach das Wasser nur abstreifen.

Die Kühle sorgt für Frische weit über den Moment hinaus und dazu auch noch für Stärkung der Abwehrkräfte, Anregung des Stoffwechsels und Erfrischung bei Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Wenn es nicht für ein Armbad reicht, hilft schon fließend kaltes Wasser über die Unterarme rinnen zu lassen.

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