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„Kommunalpolitik ist unsexy“

Tageblatt startet neue Serie „Kommunalpolitik ist unsexy“

Junge Leute interessieren sich nicht für Politik - Fakt oder Vorurteil? Tageblatt-Reporter Benjamin Köster ist Politikverdrossenheit und Engagement auf der Spur und begleitet bis zur Kommunalwahl am 11. September vier junge Kandidaten auf ihrem Weg in die kommunalen Parlamente.

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Die vier jungen Kandidaten: Sebastian Bornmann (CDU), Amina Yousaf (SPD), Mareike Röckendorf (FDP) und Torben Müller (Grüne).

Quelle: HW

Noch liegt vor dem Wahlkampf die Sommerpause. Dennoch spürt man bei den jungen Kandidaten schon die Anspannung – kein Wunder, denn für alle ist es das erste Mal, dass sie für ein kommunales Mandat kandidieren: Sebastian Bornmann (CDU), Amina Yousaf (SPD), Mareike Röckendorf (FDP) und Torben Müller (Grüne). Trotz aller inhaltlicher Unterschiede vereint die Nachwuchspolitiker eines: Sie wollen den Jungen eine Stimme geben – und als erstes die Kommunalpolitik zurück ins Bewusstsein ihrer Generation bringen.

„Kommunalpolitik ist unsexy“, meint Mareike Röckendorf, die in Geismar für Stadtrat und Kreistag kandidiert. „Aber nur, weil die jungen Leute so wenig davon mitkriegen.“ Im Umfeld der Wirtschaftsstudentin wisse kaum jemand, was im Stadtrat passiert. „Man muss sich nur mal die Altersstruktur in den Gremien ansehen“, pflichtet Kreistagskandidat Sebastian Bornmann bei. Junge Menschen seien in den Gremien Mangelware, so der Fleischermeister aus Staufenberg. „Da sind zwei Generationen, die gar nicht vertreten sind.“ Ursächlich ist aber auch die Entpolitisierung ihrer eigenen Altersgenossen, findet Psychologiestudent Torben Müller, der für Stadtrat und den Weender Ortsrat antritt. „In meinem Studium sind vielleicht drei oder vier Leute überhaupt politisch interessiert.“

Und genau um diese Leute müsse es gehen, fordert Amina Yousaf, die in den Stadtrat einziehen möchte. „Auf der kommunalen Ebene kann man junge Leute ganz anders einbeziehen“, so die Sozialwissenschaftsstudentin. „Es geht darum das direkte Umfeld zu beeinflussen – das ist nicht so abstrakt, wie andere Ebenen der Politik.“ Röckendorf bringt es schließlich auf den Punkt: „Wir sind der Versuch Kommunalpolitik greifbarer zu machen.“
Die Vier wollen Großes erreichen – und das Tageblatt wird sie knapp zwei Monate dabei begleiten.

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Tritt für die FDP bei den Kommunalwahlen an: Mareike Röckendorf.foto: Wenzel

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