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Erster Schritt in Richtung Fünf-Euro-Ticket

Tarifreform Erster Schritt in Richtung Fünf-Euro-Ticket

Weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Tarifreform für das Gebiet des Verkehrsverbundes Süd-Niedersachsen (VSN): Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landkreises spricht sich für ein Gutachten aus, das Möglichkeiten und Wirtschaftlichkeit eines veränderten Tarifsystems untersuchen soll.

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Die ÖPNV-Tarife sollen überarbeitet werden.

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. Das Gutachten soll ein erster Schritt zu dem im Wahlkampf 2016 von Landrat Bernhard Reuter (SPD) vorgetragenen Fünf-Euro-Ziel sein: Danach soll eine Fahrt von einer beliebigen Ecke des neuen Landkreises nach Göttingen nicht mehr als fünf Euro kosten.

Um dies möglich zu machen, soll eine entsprechende Tarifstruktur erarbeitet werden, die wirtschaftlich umsetzbar bleibt, heißt es beim Landkreis. „Das plakative Schlagwort des Landrats“, erklärt Verwaltungssprecher Ulrich Lottmann, sei „die Initialzündung der Tarifreform, die jetzt in die konkrete Umsetzung geht“.

Erster Baustein dafür ist das jetzt empfohlene Gutachten, das in erster Linie eine Markterkundung liefern soll. Schon der Nahverkehrsplan liefert dafür verschiedene potenzielle Maßnahmen: eine Kombination von ÖPNV und Tourismus in Form einer Gäste- oder Kurkarte, eine Differenzierung der Abo-Jahreskarte in einen Basis- und einen Premium-Service mit Zusatzleitungen, ein halbjähriges Angebot in Form eines Winter- und eines Sommerabonnements, ein vergünstigtes 9-Uhr-Ticket, eine Ausweitung des Göttinger Semestertickets auf das VSN-Gebiet und Verbesserungen bei den Übergangstarifen. Auch eine möglichst flächendeckende kostenlose Mitnahme von Fahrrädern ist im Gespräch. Außerdem soll das Gutachten weitere Angebote anderer Verkehrsdienstleister im Hinblick auf eine Umsetzung in der Region prüfen.

Diese komplexen Untersuchungen, argumentierte der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) im Vorfeld der Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses, könne der ZVSN selbst nicht leisten. Daher sei ein externes Gutachten notwendig. Die Kosten dafür konnte der ZVSN bislang nicht benennen.

Die ZVSN-Verbandsversammlung hatte dieses Vorgehen in Sachen Tarifreform und andere Punkte, darunter Jahresabschlüsse, Controlling-Maßnahmen und den Wirtschaftsplan für 2017, bereits im Mai einstimmig empfohlen. Der Ausschuss schloss sich dem an. Nun muss sich der Kreistag in seiner Sitzung am Mittwoch, 21. Juni, (Ratssaal des Neuen Rathauses Göttingen, 15 Uhr) mit dem Thema befassen und darüber entscheiden.

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