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„Neue IGS“ bleibt „Neue IGS“

Tauffeier „Neue IGS“ bleibt „Neue IGS“

Die „Neue IGS Göttingen“ hat jetzt offiziell einen Namen ­- der unverändert ihr alter ist. Seit zwei Jahren gibt es die dritte Integrierte Gesamtschule in der Stadt, am Mittwoch hat sie Namenstaufe gefeiert. Dass wir auch weiterhin immer wieder neu sein wollen, ist wesentlicher Teil unseres Schulprogramms“, so Schulleiter Lars Humrich.

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Lars Wätzold

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Es ist ein Name, der einfach zu uns passt“, erklärte Humrich den zum Teil überraschten Gästen der Tauffeier. Mit großer Mehrheit habe sich die Schulgemeinschaft während eines längeren Entscheidungsprozesses für diesen dauerhaften Titel ausgesprochen - „trotz mancher Kritik von außen“. Aber auch das passe zu der noch jungen Schule und zu ihrem Unterricht, so Humrich weiter: „Wir ecken an, ohne weh zu tun. Wir regen zu Nachdenken an, wie wir es im Unterricht auch unseren Schülern vermitteln wollen.“

Entscheidend für eine neue Schule in einer Stadt sei aber nicht ihr Name, sondern der Moment, in dem sie zur Gemeinschaft „dazu gehört“ - wie ein Täufling nach der kirchlichen Taufe. Dieser Punkt sei erreicht: „Wir sind jetzt in der Göttinger Schullandschaft angekommen und gehören dazu.“

Reaktion auf Elternwille

Der Weg dahin hat vor gut vier Jahren begonnen. Weil die bis dato zwei Gesamtschulen in Göttingen ständig überlaufen waren (und sind), hatte die Stadt als Schulträger eine Elternbefragung organisiert. Ergebnis: Es gibt einen großen Bedarf und Elternwunsch nach mehr Gesamtschulplätzen und eine weitere Schule hätte auch ausreichend Schüler - die Grundvoraussetzung für die Genehmigung durch das Land.

Es folgte ein ergebnisoffenes Experten- und Elternforum, dass die Anforderungen für eine neue Gesamtschule formulierte, dann eine Initiativgruppe für die formalen Schritte und schließlich eine Planungsgruppe mit Lehrern, die die dritte IGS außer der Geschwister-Scholl- (Weststadt) und Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (Geismar) konkret vorbereiten sollte. Der ausgewählte Standort: die bisherige Voigt-Realschule, die parallel zum Aufbau der IGS ausläuft und dann geschlossen wird. Auch der Landkreis Göttingen als Träger der umliegenden weiterführenden Schulen hat zuvor zugestimmt. Im Gegenzug hatte die Stadt seine neue IGS in Bovenden befürwortet.

Am 4. September 2015 wurden schließlich die ersten Schüler der „Neuen IGS Göttingen“ im ersten 5. Jahrgang eingeschult - 120 kann sie je Jahrgang aufnehmen. Zwei Monate später gründete sich ein Förderverein, der die Schule unterstützt. Ihr Drei-Säulen-Leitmotiv in Anlehnung an die Schulformbezeichnung IGS: „individuell - gemeinsam - stärken“.

Schultaufe für die "Neue IGS Göttingen"

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Die Schule habe sich für einen Namen entschieden, der eng mit ihrem Schulprogramm verbunden ist, stellte Göttingens Schuldezernent Siegfried Lieske (Grüne) fest: „Das ist eine große Herausforderung, der sie sich stellt. Und sie muss viel tun, damit er immer gültig bleibt.“ Nach den ersten beiden Jahren sei er sicher, dass der „Neuen IGS Göttingen“ das gelingen werde.

Dazu würden viele Partner und auch eine enge Kooperation mit der Universität beitragen, versicherte Humrich. Studenten unterstützten die Schule zum Beispiel bei Lernstandserhebungen und regelmäßigem Lesetraining mit den Schülern. Dass sich die Schüler in den ersten beiden Jahrgängen an der Schule wohl fühlen, zeigten sie in einem präsentierten Dokumentarfilm: In kurzen Interviews lobten sie unter anderem den wöchentlichen Projekttag für alle Schüler, unzählige AGs und viel Raum für eigene Forscher-Arbeiten auch mit außerschulischen Partnern sowie viel Teamarbeit in festen Tischgruppen innerhalb einer Stammgruppe. Und sie lobten ihre Lehrer, „die uns so gut zuhören und so viel Geduld mit uns haben“ so eine Sechstklässlerin.

Dass sie auch unabhängig vom klassischen Schulstoff viel lernen, zeigten Schülergruppe während des Tauf-Festes mit Tanz- und Gesangseinlagen. Für einen „humorvollen Blick auf das Thema Schule“ (Humrich) sorgten Lars Wätzold und Katrin Richter von der Göttinger Comedy-Company mit einer Impro-Show, für die die Kinder bei geforderten Improvisations-Stichworten deutlich mehr Kreativität zeigten als die erwachsenen Gäste. Im Anschluss feierten alle Schüler - auch mit den neuen Fünftklässlern ab nächstem Schuljahr - ein Schulfest.

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