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Teddybär-Krankenhaus im Uniklinikum Göttingen

Hilfe für Kuscheltiere Teddybär-Krankenhaus im Uniklinikum Göttingen

Riesenandrang im Klinikum: Hunderte Kinder aus Göttingen und Umgebung sind am Dienstag mit ihren „kranken“ Plüschtieren gekommen, um sie von den Teddydocs fachgerecht behandeln zu lassen.

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Schlüssel verschluckt: Lena Aperdannier operiert eine Plüsch-Schildkröte Teddybär-Krankenhaus im Uniklinikum Göttingen.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Durch einen Schlitz im Operationstuch ist nur der haarige Bauch von Tiger Jannik zu sehen. Die Chirurgin zieht einen Faden fest, und ihr Assistent Emmitt (vier Jahre) hilft mit der Schere nach.

Bei den Teddydocs in der Osthalle des Uniklinikums können Kinder ihre Kuscheltiere von angehenden Ärzten behandeln lassen. Damit soll Kindern der Umgang mit Krankheiten und die Angst vor Ärzten genommen werden. Der Andrang am Dienstag ist riesig, und überall sind Medizinstudenten mit den Kuschel-Patienten und ihren kleinen Begleitern in ernste Gespräche vertieft.

Emmitt nimmt seinen Tiger vom OP-Tisch herunter. Insa Frisch studiert im sechsten Fachsemester Medizin und hat den Tiger gerade behandelt. Nun schreibt sie noch auf, wie der Vierjährige sein Kuscheltier weiter behandeln soll: Gummibärchen, eine Spritze und eine „Kuschel-Therapie“.

Die 23-jährige will später Kinderärztin werden. Wie der kleine Emmitt strahlt auch sie nach vollendeter Behandlung: „Wenn man die Kinder so glücklich sieht, weiß man einfach, wieso man dieses Studium macht.“

„Hat er denn zu viele Sorgen gefressen?“

In einem anderen Behandlungsraum muss die 22-jährige Julie Warneck mit einem schwierigen Fall kämpfen: „Der Sorgenfresser hat Blutkrebs,“ sagt Janis (6). „Hat er denn zu viele Sorgen gefressen?“, fragt die Medizinstudentin zurück. „Nein, nein, der kann das“, entgegnet Janis und hört sein Kuscheltier mit dem Stethoskop ab.

Auch bei ihm gibt es später vor allem eine Behandlungsmöglichkeit: „Kuscheltherapie!“ Janis drückt das kleine grüne Tier fest an sich und meint: „Kein Problem, der schläft ja auch nachts in meinem Bett!“

Kinder können mit ihren Kuscheltieren am Mittwoch, 20. Mai, zwischen 8 und 17 Uhr noch in die Osthalle des Universitätsklinikums, Robert-Koch-Straße, 40, zur Behandlung kommen.

Foto: Hinzmann

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Von Mathis Richtmann

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