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Telekom ermöglicht Bunt statt Grau auf Technikgehäusen

Abfalleimer und Telekomkästen dienen als Leinwand Telekom ermöglicht Bunt statt Grau auf Technikgehäusen

Öffentliche Müllbehälter und graue Telekomkästen gelten gemeinhin nicht als sonderlich attraktiv fürs Auge. Das soll sich jetzt ändern. Das Kunstnetz Münden hat die städtischen Abfalleimer als Leinwand entdeckt, und demnächst könnten auch die Technikgehäuse könnten bald zum Hingucker werden.

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Reichlich potenzielle Gestaltungsfläche in Mündens Altstadt.

Quelle: SPF

Hann. Münden. Die Deutsche Telekom weist darauf hin, dass die Verschönerung der grauen Technikkästen – offiziell Multifunktionsgehäuse genannt – „ganz legitim und einfach, ohne nächtliche Sprayaktion und Maskierung“ möglich sind. Bislang sei viel aufwendiger Papierkram bei offiziellen Anfragen erforderlich gewesen, heißt es in einem Unternehmensblog (gturl.de/telekom) zum Thema. Jetzt wurde für diejenigen, die eines der tristen, grauen Gehäuse gestalten möchten, das Prozedere vereinfacht. Das hat sich offenbar aber noch nicht herumgesprochen, denn laut Auskunft einer Telekomsprecherin gebe es zurzeit gerade einmal 40 bis 50 Anfragen „bei deutlich über 100 000 solcher Multifunktionsgehäuse“ – bundesweit.

„Die meisten Kästen sind ja wirklich hässlich“

„Eine schöne Idee“, sagt die Mündenerin Marie Anne Langefeld. Die Stadtführerin kann sich gut vorstellen, dass zum Beispiel Schüler Motive aus Hann. Münden auf die grauen Kästen bringen. Peter Teune vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt könnte sich gut vorstellen, einen der Telekomkästen als Wochenendprojekt zu gestalten. Er will das nach den Ferien einmal vorschlagen. Auch Claudia Schulte, findet diese Idee gut. „Die meisten dieser Kästen sind ja wirklich hässlich“, sagt die Leiterin des Fachbereichs Kunst am Grotefend-Gymnasium. Ob ihre Schüler vielleicht im Rahmen des Kunstunterrichts oder eines Projekts einen solchen Telekomkasten gestalten, will sie nach den Ferien mit Kollegium, Schulleitung und Schülern besprechen. Denkbar wäre aus Sicht Schultes dabei auch eine Zusammenarbeit mit dem Mündener Kunstnetz, mit dem das Grotefend-Gymnasium eine Kooperation habe.

Hobbykünstlern wollen sich nicht blamieren

Uwe Hentze, Vorstand des Kunstnetzes, ist skeptisch, dass sich einer der Hobbykünstler der Gruppe für die Gestaltung eines Telekomkastens finde. „Die meisten sind ja berufstätig“, argumentiert er und glaubt, dass ihnen die Zeit fehle, sich mehrere Stunden an den Kasten zu setzen. Bei den Abfalleimern, die zurzeit von Mitgliedern des Kunstnetzes gestaltet werden, sei das anders. „Die kann man mit nach Hause nehmen.“ Außerdem wolle man sich als Hobbykünstler „ja nicht blamieren“, sagt Hentze mit Blick auf abfällige Kommentare zum ersten bunten Abfalleimer in der Altstadt.

Informationen und Vorgaben der Telekom zur Gestaltung ihrer Multifunktionsgehäuse: gturl.de/telekom

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