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Tempo-30-Schilder seit 18 Monaten überklebt

Ministerium prüft weiter Tempo-30-Schilder seit 18 Monaten überklebt

Noch immer ist ungeklärt, ob auf der viel befahrene Reinhäuser Landstraße in Göttingen nachts maximal 30 Stundenkilometer gefahren werden darf. Die Schilder dafür stehen seit 18 Monaten – sie sind seitdem überklebt. Das verunsichere Verkehrsteilnehmer mehr, als eine Temporeduzierung nütze, kritisiert die CDU Göttingen.

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Die CDU kritisiert die „ideologisch“ motivierte Lärmschutzkampagne.

Quelle: HW

Göttingen. Im November 2014 hatte die Stadt zunächst auf acht Straßen für die Nachtstunden ab 22 Uhr eine Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet, um den Lärm für die Anwohner zu reduzieren. Noch vor dem Start musste die Verwaltung die Tempo- 30-Schilder an der Reinhäuser Landstraße überkleben. Das Landesverkehrsministerium hatte Bedenken, weil die Straße eine Bundesstraße und zudem eine ausgewiesene Umleitung bei Staus auf der Autobahn 7 ist. Zudem seien zunächst nur hochgerechnete Verkehrszahlen früherer Messungen nicht ausreichend für eine Genehmigung. Die hat die Stadt inzwischen nachgeliefert – und das Ministerium erneut Bedenken geäußert.

Eine Entscheidung allerdings stehe nach wie vor aus, bestätigte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Das aber zeige nur, „dass man es in Hannover mit dem Thema nicht leicht macht“. Unabhängig davon beobachte die Verwaltung, dass die Tempobegrenzung in der Nacht an den anderen Göttinger Hauptstraßen überwiegend beachtet werden.

Die CDU wertete das Konzept zur Lärmreduzierung an Hauptverkehrsstraßen Richtung Innenstadt in einer Mitteilung als „ideologisch begründetes Ausbremsen von Autofahrern aus dem Umland“ von SPD und Grünen im Rat. In jedem Einzelfall müsse auch geprüft werden, wie sinnvoll Schilder für die Verkehrssicherheit seien. An der Reinhäuser Landstraße bewirkten sie das Gegenteil: Überklebte Schilder würden Fahrer ablenken.

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