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Tempo 30 nachts: Besonders beliebt in Baden-Württemberg

Teils gute Erfahrungen Tempo 30 nachts: Besonders beliebt in Baden-Württemberg

In der Politik, aber auch in der Göttinger Bevölkerung ist Tempo 30 nachts auf ausgewählten Hauptverkehrsstraßen ab Mitte November heftig umstritten. Andere deutsche Städten haben mit derartigen Projekten unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

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Quelle: Zgoll (Symbolfoto)

Göttingen. Eine Blüte erlebt Tempo 30 nachts in Baden-Württemberg nach dem Amtsantritt von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Dort wird auch in Kleinstädten wie in Kirchheim am Neckar das Tempo auf Durchgangs- und Bundesstraßen reduziert.

Die Erfahrungen seien vorwiegend positiv, berichten mehrere Regionalzeitungen, der Lärmpegel wie auch die gefahrenen Geschwindigkeiten sänken tatsächlich. In Darmstadt ergab ein einjähriger Test, dass der nächtliche Lärm tatsächlich spürbar abgenommen hatte. Zwar hielten sich bei Tempo 30 weniger Autofahrer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit als bei 50, die gefahrenen Geschwindigkeiten sänken dennoch erheblich.

Auch auf der B 252 in Mittelhessen gilt in Ortschaften vielfach Tempo 30 – zu Recht, wie im Februar ein Gericht befand. Geklagt hatte ein Autofahrer, der geblitzt worden war. Der Plan der Stadt Frankfurt, auf mehreren Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 nachts einzuführen, scheiterte hingegen 2012.

Ex-Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) verbot das Projekt, weil der Lärm bei Tempo 30 nicht wesentlich sinke. Nur auf einer besonders lauten Straße sei Tempo 30 zulässig. Nach dem Regierungswechsel in Wiesbaden will Frankfurt den Plan jedoch erneut angehen, berichtet der Hessische Rundfunk.

Ausdrücklich auf Göttingen bezieht sich die Stadt Essen. An drei Stellen untersucht derzeit das städtische Umweltamt, ob die Fahrer auf andere Strecken ausweichen und ob Tempo und Lärmpegel tatsächlich sinken.

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