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Tennet antwortet Landvolk

„Großzügig“ Tennet antwortet Landvolk

Der Netzbetreiber Tennet, Bauherr für die neue 380-Kilovolt-Leitung bei Göttingen, weist die Vorwürfe des Landvolks Göttingen zurück. Man sei „dem Landvolk in dessen Forderungen großzügig entgegengekommen“, erklärt Tennet-Sprecher Mathias Fischer.

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Quelle: Stratenschulte/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Das Landvolk hatte kritisiert, dass Tennet den durch die Bauarbeiten betroffenen Landbesitzern eine nicht ausreichende Entschädigung zahlen wolle. Ein früheres – und besseres – Angebot habe Tennet zurückgenommen. Deshalb habe man die Verhandlungen mit dem Netzbetreiber eingestellt.

„Seit über zwei Jahren steht Tennet zu ihren Angeboten im Rahmen der Verhandlungen“, entgegnet Fischer. „Weit über ein Jahr bestand unser Angebot zur Entschädigung im Falle des Erdkabels und war somit auch Bestandteil der Verhandlungen.“ Eine Einigung habe dennoch nicht erzielt werden können. „Jetzt“, räumt Fischer ein, „sahen wir uns gezwungen, zum ersten Mal seit Beginn der Verhandlungen überhaupt, ein getätigtes Angebot zurückzunehmen.“

Die Frage nach der Entschädigungshöhe müsse zwischen „den berechtigten Interessen der Grundeigentümer und dem notwendigen Schutz der Verbraucher vor unangemessenen Kosten“ heraus abgewogen werden. Fischer: „Die Verbraucher, nicht etwa die Netzbetreiber, sind es, die am Ende die Kosten zu tragen haben. Dafür ist eine Regelung durch Gesetz beziehungsweise Verordnung auf Bundesebene geboten.“

Dies böte die Chance, die derzeit uneinheitliche Entschädigungspraxis in Deutschland endlich zu vereinheitlichen, regt der Tennet an. Dafür sollten Landwirte und Netzbetreiber gemeinsam eintreten. „Im Übrigen laufen die Vertragsverhandlungen insgesamt weiter“, meint Fischer, „und wir sehen einer Vereinbarung mit angemessenen Regelungen positiv entgegen. Dass dies fast immer gut und einvernehmlich gelingt, zeigen die geringe Zahl von Besitzeinweisungen und das völlige Fehlen gerichtlicher Auseinandersetzungen.“ Bei der Zahlungshöhe nutze Tennet „den kompletten Spielraum, der bisher durch Gerichte und Behörden festgelegt wurde.“

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