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Test: Mit Bus und Bahn nach Northeim

Verkehrsverbund Südniedersachsen Test: Mit Bus und Bahn nach Northeim

Der Verkehrverbund Südnieersachsen (VSN) hat gestern seinen zehnjährigen Geburtstag in der Stadthalle Northeim gefeiert. Ein Anlass für den Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) mit Bus und Bahn dorthin zu fahren. Corinna Berghahn hat ihn begleitet.

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Pünktlich um 10.16 Uhr in Northeim: Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer. 

Quelle: Hinzmann

Der Bus hält pünktlich um 9.27 Uhr an der Haltestelle Bürgerstraße, gegenüber dem Neuen Rathaus in Göttingen. „Mal schauen, ob ich ohne Probleme eine Fahrkarte von hier bis nach Northeim bekomme und pünktlich dort ankomme“, sagt Meyer. Sein Plan ist es, die Northeimer Stadthalle mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen. Die Reise beginnt: Ohne Probleme erhält er von einer freundlichen Busfahrerin eine Fahrkarte nach Northeim und als Dreingabe eine Tüte Gummibärchen mit dem Aufdruck „10 Jahre VSN“. Der Bus ist fast leer. Nur ein älterer Herr sitzt Meyer seitlich gegenüber und spricht mit einem kleinen Mädchen.

Am Bahnhof muss Meyer von der Straße auf die Schiene wechseln. Er geht über den sonnigen Vorplatz, durch die leere Halle bis hin zum Gleis 8. Dort wartet schon die Regionalbahn 14463. „Herzlich willkommen in der Harz-Weser Bahn nach Nordhausen über Northeim“, begrüßt eine Männer-Stimme aus dem Off die Fahrgäste. Eine Gruppe englisch sprechender Jugendlicher zeigt sich davon unbeeindruckt. „Sauberer Zug“, bemerkt Meyer. Sein Traum sei eine Bahnstrecke von Northeim bis nach Hann. Münden, bei der auch kleinere Orte wie Bovenden und Weende angefahren würden. „Das käme vielen Pendlern entgegen.“

Wo ist die Annastraße?

„Komisch, dass der Bus zur Stadthalle nicht vom Bahnhof aus startet“, wundert sich Meyer, als er aus dem Bahnhof in Northeim kommt. Der Bus fährt laut Plan über die Haltestelle Annastraße – aber die ist weit und breit nicht in Sicht. Kurzerhand wird in der Taxizentrale am Bahnhof nachgefragt. Dort weist man Meyer den groben Weg. Es geht durch ein Wohngebiet. Viele Anwohner werkeln in der Sonne in ihren Gärten. Und am Ende der Straße: die gesuchte Haltestelle. Wieder kommt der Bus pünktlich, wieder sitzen nur wenige Menschen in ihm.

Um 10.16 Uhr, 49 Minuten nach der Abfahrt, steigt Meyer pünktlich an der Haltestelle Northeim Stadthalle aus. Dort stellt sich heraus, dass er einer der wenigen Geburtstagsgäste ist, die mit Bus und Bahn zu der Veranstaltung reisten. Stolz zeigt er den Autofahrern seine Tüte mit Gummibärchen und erzählt von der reibungslosen Fahrt. Dann wartet er auf die Festreden – die verspätet beginnen.

                                                                                                          Von Corinna Beghahn

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