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Test in Northeim und Herzberg: Schnaps und Zigaretten für Jugendliche

Erchreckendes Ergebnis Test in Northeim und Herzberg: Schnaps und Zigaretten für Jugendliche

Testkäuferinnen unter 16 Jahren, acht Verkaufsstellen – und sechsmal bekamen die Jugendlichen hochprozentigen Alkohol und Tabakwaren ausgehändigt. In drei Fällen wurden die Mädchen nicht einmal nach ihren Ausweisen gefragt. Die jüngsten Alkohol- und Tabak-Testkäufe im Landkreis Osterode sind mit dem schlechteste Ergebnis seit Jahren geendet.

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Die jüngsten Alkohol- und Tabak-Testkäufe im Landkreis Osterode sind mit dem schlechteste Ergebnis seit Jahren geendet.

Quelle: ddp (Symbolfoto)

Osterode. Die Testkäuferinnen besuchten im Bereich Osterode und Herzberg acht Supermärkte, Tankstellen und Kioske. Jedesmal verlangten sie nach starkem Alkohol und Zigaretten, sechsmal bekamen sie, was sie wollten. In drei Fällen händigten die Verkäufer die Ware allein anhand des geschätzten Alters aus, dreimal ließen sie sich den Ausweis zeigen, errechneten dann allerdings das Alter falsch. „Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschätzt man sich leicht mit dem Alter. Daher muss eine Kontrolle des Ausweises grundsätzlich stattfinden“, sagt Martina Ludwig, Kreisjugendpflegerin im Landkreis Osterode am Harz.

Die Bußgelder liegen bei einem Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz zwischen 1000 und 3000 Euro, in den meisten Fällen müssen die Verkäufer die Kosten selbst tragen. Hinzukommen kann eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung, wenn ein Jugendlicher mit Alkoholvergiftung aufgefunden wird und die Polizei herausfindet, in welchem Geschäft der Alkohol abgegeben wurde. „Uns geht es bei den Testkäufen nicht in erster Linie um das Verteilen von Bußgeldern.

Wir wollen das Verkaufspersonal sensibilisieren und bieten bei der Umsetzung des Jugendschutzgesetzes auch unsere Hilfe an“, so Thomas Sindram von der Polizeiinspektion Northeim/Osterode. So stellen die PI und der Landkreis Osterode am Harz Verkäufern Informationsmaterialien zur Verfügung. Außerdem verweisen die Beamten darauf, die Warnhinweise vieler Kassensysteme ernst zu nehmen. Zugleich kündigt die Polizei weitere Kontrollen an nach dem „niederschmetternden Testkauf-Ergebnis mit einer Verkaufsquote von unglaublichen 75 Prozent“.

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