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Teurer bedeutet nicht automatisch auch besser

Verbraucherzentrale Göttingen Teurer bedeutet nicht automatisch auch besser

Seit 2012 ist höherwertiger Zahnersatz teurer geworden. Die Versicherten müssen mehr zahlen. Solche Kosten lassen sich durch eine private Zusatzversicherung abdecken. „Allerdings“, warnt Elke Tiebel von der Verbraucherzentrale Göttingen, „erleben die Versicherten nicht selten, dass die Versicherung die Kosten nicht oder nur teilweise übernimmt“.

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Zusatzversicherung für Zahnersatz: Nachrechnen lohnt sich vor Abschluss.

Quelle: Fotolia.de/pixelot

Göttingen. Vor Versicherungsabschluss sollten Verbraucher deshalb zunächst ihre persönliche Situation und die Notwendigkeit für eine solche Versicherung abschätzen. „Aus dem Wirrwarr von Angeboten und Tarifen heißt es dann, eine individuell passende und leistungsstarke Versicherung auszusuchen.“

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nicht mehr als die Kosten für die festgelegte Regelversorgung. Ist der Patient mit dieser Standardversorgung zufrieden, wird „nur“ der Eigenanteil abgerechnet. Wird dagegen ein höherwertiger Zahnersatz gewünscht, beispielsweise eine Krone mit Keramikverblendung oder ein besonders teures Implantat, ist der eigene Kostenanteil erheblich höher. Dies müssen Verbraucher auch bei der Auswahl des Zusatztarifs berücksichtigten. Tiebel weiter: „Zwar muss bei höherwertigen Leistungen grundsätzlich von höheren Versicherungsbeiträgen ausgegangen werden, teurere Beiträge heißt aber nicht automatisch bessere Versicherungsleistung, und günstigere Tarife sind nicht automatisch schlechter.“

Erstattungen von zehn bis zu 100 Prozent versichert 

Auch bei der Höhe der Leistung gibt es erhebliche Unterschiede. Beim Zahnersatz können Erstattungen von zehn bis zu 100 Prozent versichert werden. Diese werden aber nur unter bestimmten Bedingungen tatsächlich geleistet und sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Teilweise werden Leistungen auch ganz ausgeschlossen. „Den verbleibenden Eigenanteil beziehungsweise die eigenen Kosten kann der Verbraucher kaum abschätzen“, erläutert Tiebel.

Termine zur kostenpflichtigen Krankenversicherungberatung können bei der Verbraucherzentrale Göttingen während der Öffnungszeiten (Montag und Donnerstag 10 bis 18 und Dienstag 10 bis 14 Uhr), unter verbraucherzentraleniedersachsen.de/krankenversicherungsberatung oder unter der zentralen Service-Nummer 05 11 / 91 19 60 vereinbart werden.

Hinweis: Der Artikel wurde aktualisiert.

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