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Thielbörger fordert „aktiven Schallschutz“ gegen Bahnlärm in Göttingen

Lärmaktionsplan Thielbörger fordert „aktiven Schallschutz“ gegen Bahnlärm in Göttingen

„Unverzügliche Maßnahmen“ gegen den nächtlichen Lärm durch Güterzüge fordert das Groner Ortsratsmitglied Wolfgang Thielbörger (FDP). In einer Anregung zur Ortsratssitzung am Donnerstag, 30. April, soll die Göttinger Stadtverwaltung aufgefordert werden, sich beim Bundesverkehrsministerium und bei der Deutschen Bahn etwa für „aktiven Schallschutz“, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder ein zeitliches Nachtfahrverbot einzusetzen, um so den Lärm der Züge zu reduzieren.

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Lärmaktionsplan der Stadt Göttingen

Quelle: EF

Grone. „In den Nachtstunden, wenn der Wind aus Süden oder Westen weht, wird der Lärm besonders von den Anwohnern der Bahntrasse und im Altdorf wahrgenommen. Ungestörtes Schlafen ist daher nicht immer garantiert“, sagt Thielbörger.

Die vom Bundesministerium angekündigte Ausstattung der Hälfte aller Güterwagen mit so genannten Flüsterbremsen bis 2016 und das von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angekündigte Verbot von besonders lauten Güterwaggons ab 2020 hält Thielbörger für zu langfristig geplant. Von diesen Änderungen und Versprechungen hätten die Menschen gegenwärtig nichts. „Denn für die Groner zählt letztendlich jede Nacht, in der es leiser wird“, sagt Thielbörger.

Nach Angaben der Bundesregierung auf Anfrage mehrerer grüner Bundestagsabgeordneten waren bis Mitte März von den 181 821 im nationalen Fahrzeugregister gelisteten Güterwagen 25 845 Wagen (14 Prozent) mit leisen Bremsen ausgerüstet. Ende 2013 lag der Anteil bei 9,5 Prozent. Die Bundesregierung hält die Koalitionsvertrag vereinbarte Umrüstung von 50 Prozent aller Wagen auf Flüsterbremsen bis 2016 weiterhin für realistisch.

Thielbörger bemängelt weiter, dass der Lärm von der Schiene bei der Erstellung des Lärmaktionsplanes für die Stadt bislang „außen vor geblieben“ ist. Der Ortsrat in Grone reagierte bereits im September verärgert darüber. Daten des Eisenbahn-Bundesamts (EBA), in welchem Ausmaß Grone vom Schienenlärm betroffen ist, lagen nicht vor. Nach Auskunft von Verwaltungsprecherin Stefanie Ahlborn hat das EBA die Daten aber inzwischen vorgelegt. Auf ihrer Grundlage lässt die Stadtverwaltung nun von einem Gutachterbüro einen Lärmaktionsplan Schiene für das Stadtgebiet erarbeiten, der bis Mitte des Jahres vorliegen soll. Das EBA kann dann dazu Stellung nehmen.

Bereits 2013 hatte das Kasseler Ingenieurbüro Argus für den Göttinger Lärmaktionsplan eine Gesamtbetrachtung aller Lärmquellen im Stadtgebiet vorgelegt. Danach herrschen entlang der Bahntrasse im Tagesmittel Lärmpegel von 55 Dezibel und mehr. Es beruft sich dabei auf Daten, die das EBA bereits 2008 vorgelegt hat.

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