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Tiere ohne Teich

Bauarbeiten am Klinikum Tiere ohne Teich

Tageblatt-Leser Daniel Jestremski sorgt sich um die Enten in seinem Wohnviertel: Der Teich am Klinikum ist trocken. Die Enten, die den Teich bevölkerten, laufen nun orientierungslos nicht nur auf den Wiesen, sondern auch auf den Straßen herum, meint Jestremski. Und sie zeigten völlig artfremdes Verhalten.

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Ein Bild aus besseren Zeiten: Heute ist der Teich am Klinikum trocken gelegt. Die Enten, die den Teich bevölkerten, laufen heute orientierungslos nicht nur auf den Wiesen, sondern auch auf den Straßen herum

Quelle: r

Göttingen. Tatsächlich, sagt Klinikumssprecher Stefan Weller, ist der Teich an der Südwestecke des Klinikumsgeländes gar keiner. Sondern ein Überlaufbecken. Weller: „Wenn zu viel Regenwasser am Uniklinikum aufgefangen werden muss, wird das Regenwasser in das Überlaufbecken abgeleitet. Auch die Grünfläche rund um das Becken, die im Sommer gerne als Liegewiese genutzt wird, hat diesen Sicherheitsaspekt: Sie kann im Notfall zulaufendes Regenwasser eindämmen und anstauen.“

Ursache nicht gefunden

Zurzeit allerdings ist das Becken vor dem Bettenhaus 1 leer. Nach und nach sank der Wasserspiegel in der Betonschale. „Als Grund“, erläutert Weller, „wird ein Defekt im Betonbecken selbst oder im Rohrleitungssystem vermutet.“ Um die Ursache herauszufinden, musste das Wasser vollständig abgelassen werden, um den Boden reinigen und nach dem Leck suchen zu können, aber: „Die Ursache konnte bislang noch nicht gefunden werden.“

Damit, erklärt Weller weiter, sei das Becken für die Enten unbrauchbar. Das Problem sei aber ein anderes: Zwar seien die meisten Enten „weitergezogen und haben eine neue Bleibe an anderen Wasserstellen gefunden. So gibt es auch vor dem Patientenzentralarchiv an der Nordseite des Uniklinikums einen Tümpel, an dem bereits Enten ,eingezogen' sind.“

"Füttern verboten"

Andere haben den Umzug jedoch nicht mitgemacht. Die Enten hätten nämlich einen Grund, am leeren Überlaufteich zu bleiben, sagt Weller: „Sie werden gefüttert. Die Enten sind keinesfalls orientierungslos, sondern nutzen die bequeme Versorgung mit Futter.“ Zurzeit, schätzt Weller, befinden sich täglich etwa fünf bis acht Enten am abgelassenen Teich. Daher habe das Universitätsklinikum bereits eindringlich darum gebeten, die Tiere nicht zu füttern: „Das lädt sie erst recht zum Verweilen ein.“ Mittlerweile hat das Klinikum Schilder mit dem Hinweis „Füttern verboten“ aufgestellt.

Ohnehin wird der jetzt leere Teich bald nicht mehr gebraucht: Die Aufgabe des Überlaufbeckens samt Wiese mit 10000 Kubikmeter Stauraum übernimmt demnächst der neue unterirdische Regenwasserkanal. Und außerdem wird dort im kommenden Jahr mit dem Bau eines neuen Bettenhauses begonnen.

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